Aufgaben/Organisation
Nach der Schlacht von Stalingrad 1942/43 nutzte die sowjetische Führung die Schockwirkung angesichts der militärischen und menschlichen Katastrophe und die daraus resultierende Anti- Hitler-Stimmung bei vielen deutschen Soldaten, um den antifaschistischen Kampf gegen Hitler-Deutschland bewusst zu verstärken. Auf Beschluss der Sowjetführung wurde zusammen mit im Exil lebenden deutschen Kommunisten in Krasnogorsk bei Moskau das Nationalkomitee "Freies Deutschland"(NKFD) gegründet, welches sich die Rettung Deutschlands vor der endgültigen Katastrophe zum Ziel setzte. Unter den 38 Gründungsmitgliedern befanden sich unter anderem der deutsche Kommunist Walter Ulbricht sowie der Schriftsteller Erich Weinert, welcher als Präsident dem Komitee vorstand. Der unmittelbare Gründungsanstoß für das Komitee ging von Josef Stalin aus, welcher sich in der Anfangsperiode eine Art Kaderbildung für eine spätere kommunistische Umgestaltung Deutschlands erhoffte. Offiziell wurde am 13. Juli 1943 ein Manifest verabschiedet, welches alle Deutschen zum Kampf gegen den "Führer" Adolf Hitler aufrief.
Einige Monate nach der Gründung des Komitees in der Sowjetunion bildeten sich einzelne kleinere Gruppierungen der Bewegung "Freies Deutschland" in den besetzten Gebieten, aber auch im neutralen Schweden und der Schweiz. Allerdings war unter diesen Gruppen kein engmaschiges Netz gemeinsamer Widerstandsarbeit erkennbar. Als Organ des neu gegründeten Komitees in der UdSSR galt das mit den Farben Schwarz-Weiß-Rot gezeichnete Mitteilungsblatt, welches wöchentlich erschien. Zudem wurde am 20. Juli in Moskau der Rundfunksender "Freies Deutschland" eingerichtet. Alle bisher ergriffenen Maßnahmen brachten jedoch nicht den erhofften Zulauf unter den deutschen Kriegsgefangenen. Dies hatte seine Ursache darin, dass sich die Mehrheit der Offiziere und Generäle noch abseits der politischen Szenerie befand.
Dies änderte sich erst, als es der sowjetischen Führung gelang, mit der Gründung des "Bundes deutscher Offiziere"( BDO) am 11./12. September 1943 im Lager Lunjovo bei Moskau eine weitere antifaschistische Organisation zu etablieren. Der BDO bestand aus etwa 100 Offizieren, welche sich unter der Führung mehrerer Generale und Obristen befanden, darunter General Walther von Seydlitz-Kurzbach, Generalleutnant Alexander Edler von Daniels, Generalmajor Otto Korfes, Generalmajor Martin Lattmann, Oberst Hans-Günter von Hooven und Oberst Luitpold Steidle, die sich zum propagandistischen Kampf gegen die Diktatur Hitlers und die Wehrmachtsführung bereit fanden. Als zugkräftige Symbolfigur an der Spitze des BDO stand der General der Artillerie Walther von Seydlitz-Kurzbach, der ehemalige kommandierende General des LI. Armeekorps unter Feldmarschall Friedrich Paulus in Stalingrad. Von Seiten des russischen Generals Nikolaj D. Melnikov wurden Seydlitz unverbindliche Zusagen getätigt, dass der Kampf gegen Hitler ohne Zersetzungspraktiken gegenüber der deutschen Front erfolgen würde und Deutschland sowohl im Falle eines propagandistisch erzielten Staatsstreiches als auch bei der Beendigung des Krieges in den Grenzen von 1937 als wichtiger Machtfaktor in Europa erhalten bleiben werde.
BDO und NKFD wurden in der Folge institutionell und personell eng verschmolzen. Als äußeres Zeichen der demonstrativen Abwendung von Hitler, auf welchen die deutsche Wehrmacht inklusive des Führungsstabes vereidigt war, galt das Ablegen des NS-Hoheitsadlers an den Uniformen nach dem 14. November 1943. Die realen Wirkungsmöglichkeiten eines praktisch hinter Stacheldraht initiieren NKFD und BDO als deutsche Widerstandsorganisation waren jedoch gering und blieben beschränkt. Aus der Ferne wurden über diverse, von sowjetischer Seite erlaubten Propagandamittel die Menschen in der Heimat und Offizierskameraden zum Widerstand und direkten Kampf gegen das NS-Regime aufgerufen. Nach der Konferenz der Alliierten in Teheran ( 28. November bis 1. Dezember 1943 ) wurden beide Komitees von der Sowjetführung zu einem Wechsel in ihrer Propagandaarbeit gedrängt. Unter anderem wurde verlangt, dass direkte Frontpropaganda für Überläufer durchzuführen sei. Die größte Frontaktion erfolgte Anfang Februar 1944 , als sich mehrere BDO-Mitglieder unter der Führung von Seydlitz bemühten, die im Kessel von Korsun eingeschlossenen zwei deutschen Armeekorps mit mehreren Divisionen zur Kapitulation zu bewegen, was jedoch scheiterte.
Im Zuge der Neukonzeption nach dem Krieg wurden im Sommer 1944 mehrere Kommissionen und Arbeitskreise - u.a. für Wirtschafts-, Rechts-, Kultur- und Kirchenfragen - gebildet, die sich mit den politischen Zukunftsvorstellungen in Deutschland zu befassen hatten. Auf deutscher Seite reagierten NS - Führung und Wehrmachtsführung auf die Gründung und das Wirken von NKDF und BDO beunruhigt. Die Handlungsweise des Generals von Seydlitz ,als einem der Hauptrepräsentanten des BDO, wurde auf das Schärfste verurteilt und er wurde am 26. April 1944 in Abwesenheit vom Reichskriegsgericht wegen Kriegsverrat ( Feindbegünstigung im Krieg ) zum Tode verurteilt und sein Vermögen beschlagnahmt. Nach dem Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte ab Sommer 1944 unternahm das NKFD und der BDO verstärkt Werbung innerhalb der Kriegsgefangenenlager in der Sowjetunion. Schließlich war es sogar gelungen, dass Generalfeldmarschall Friedrich Paulus, den man lange vergeblich umworben hatte, dem NKFD/BDO beitrat. Auf nationalsozialistischer Seite ging man ab Jahresende 1944 noch schärfer gegen Überläufer und Soldaten, die in der Kriegsgefangenschaft "Landesverrat" betrieben hatten, vor, indem man die Sippenhaftung androhte bzw. auch durchführte.
Nach der Kapitulation Deutschlands und dem Ende des 2. Weltkrieges hatten NKFD und BDO bis zu ihrer Auflösung am 2. November 1945 für die Sowjetführung nur noch eine politisch - propagandistische Alibifunktion.
Letztendlich erfuhren die Mitglieder, dass ihr Widerstandsbemühen aus den Gefangenenlagern heraus trotz Zusicherung zu keinem politischen Erfolg geführt hatte. Für das politische Ende von NKFD und BDO war symptomatisch, dass der sowjetische Diktator Josef Stalin General Walther von Seydlitz - Kurzbach in einem Scheinprozess am 8. Juli 1950 wegen angeblicher Kriegsverbrechen ( u.a. wegen der Mitwirkung an Greueltaten gegenüber der sowjetischen Zivilbevölkerung ) zum Tode verurteilte. Das Urteil wurde jedoch in 25 Jahre Kerker umgewandelt. Erst 1955 konnte Walther von Seydlitz-Kurzbach aus der Kriegsgefangenschaft nach Deutschland zurückkehren.
Die Geschichte des NKFD, der Motive seiner Mitglieder und sein Stellenwert innerhalb einer Gesamtgeschichte der Gegnerschaft gegen den Nationalsozialismus gehörte lange zu den umstrittenen Thematiken der Zeitgeschichte. In einer rückschauenden Bewertung gelangte die Geschichtsforschung zu sehr unterschiedlichen Beurteilungen und Ergebnissen. Sie reichte von scharfer Verurteilung aus rechtsextremistischer Betrachtungsweise bis hin zu einer förmlichen Heroisierung aus marxistisch-leninistischer Sicht. Im Zuge einer sachlichen Aufarbeitung in jüngster Zeit trat jedoch eine ausgewogene historische Einordnung von NKFD und BDO ein, so dass sie im Rahmen der vielfältigen deutschen Widerstandsbewegung einen eigenen Platz erhielten.
Inhaltliche Charakterisierung
Der Bestand enthält vor allem eine umfangreiche Korrespondenz zu einer geplanten Bildbiographie über General a.D. Walther von Seydlitz - Kurzbach durch Frau Maria Düsing sowie eine Materialsammlung von Wilhelm Wilde von Wildemann und Josef Kayser zu den Themenbereichen "Stalingrad" Nationalkomitee "Freies Deutschland"und "General a.D. Walther von Seydlitz - Kurzbach" Die Korrespondenz wurde sachthematisch bzw. nach Personengruppen angelegt und umfasst einen allgemeinen Schriftwechsel zur Erlangung von Material zur Bildbiographie sowie einen Schriftwechsel mit Kriegsteilnehmern aus dem 2. Weltkrieg. Ergänzt wird die Sammlung durch Fotografien und eine Zeitungsausschnittssammlung sowie für die Recherche bedeutenden Hinweise auf Bild- und Tondokumente zu General a.D. Walther von Seydlitz - Kurzbach und das Nationalkomitee "Freies Deutschland"
Bestandsgeschichte
Am 21. November 2002 wurde dem Bundesarchiv-Militärarchiv die Korrespondenzsammlung zu General von Seydlitz / Nationalkomitee "Freies Deutschland" durch Frau Julia Warth, M.A. angeboten. Frau Warth hat diese Korrespondenzsammlung für ihre Dissertation an der Universität Freiburg bearbeitet, die der Universität als Spende durch Frau Maria Düsing zur Verfügung gestellt wurde. Frau Düsing hatte sich eingehend mit General von Seydlitz und dem Nationalkomitee "Freies Deutschland" befasst und zahlreiche Korrespondenzen unter anderem mit ehemaligen NKFD - Mitgliedern geführt. Im Bestand finden sich auch zwei kleinere Sammlungen der Vorprovenienz Wilhelm Wilde von Wildemann und Josef Kayser, welche in der Klassifikation gesondert ausgewiesen wurden. Da es sich bei Frau Warth nicht um die Eigentümerin der Korrespondenzsammlung handelt, wurde zwischen Frau Maria Düsing und dem Bundesarchiv - Militärarchiv am 9. Mai 2003 ein Depositalvertrag geschlossen.
Archivische Bearbeitung
Der Bestand wurde in bezug auf die Korrespondenz nach inhaltlichen Gesichtspunkten klassifiziert, ein Index wurde der Verzeichnung beigefügt. Die Korrespondenz wurde bei ihrer Erschließung in erster Linie alphabetisch geordnet. Innerhalb dieser Ordnung erfolgte die Reihung nach chronologischen Gesichtspunkten. Die Schreibweise der Namen wurde so übernommen, wie sie in den jeweiligen Unterlagen geschrieben werden, daher sind Abweichungen durchaus möglich. Kassiert wurden Doppelstücke und ein Großteil der beigefügten Zeitungsausschnitte.
Überlieferungsverweis
B undesarchiv, Abteilung Militärarchiv, Freiburg
DVW 20 Arbeitsgemeinschaft ehemaliger Offiziere
MSg 216 Thematische Sammlung zur Betrachtung der Militärgeschichte in der NVA N 55 Walther von Seydlitz - Kurzbach N 395 Alexander Edler von Daniels ( 1891 - 1960 )
N 372 Friedrich Paulus ( 1890 - 1957 ) BW 2 / 31135 - 31136 Militärwissenschaften Nationalkomitee "Freies Deutschland"


Bundesarchiv, SAPM O, Berlin
NY 4182 Walter Ulbricht ( 1893 - 1973 )
NY 4232 Charlotte Bischoff ( 1901 - 1994 )
NY 4556 Gustav Siemon ( 1918 )
NY 4036 Wilhelm Pieck
DY 30 Abteilung Propaganda im ZK der SED ( DY 30/IV A 2/9.03/37 )
DY 30 Abteilung für Sicherheitsfragen im ZK der SED ( DY 30/IV 2/12/7 )
SgY 19 Biographische und dokumentarische Sammlung ( SgY 19/46 )
SgY 30 Erinnerungen: SgY 30/1291/3 Ackermann, Anton ( 25. Dez. 1905 - 4. Mai 1973 )
SgY 30/1291/4 Ackermann Anton ( 25. Dez. 1905 - 4. Mai 1973 )
SgY 30/0019/2 Adam Willi ( 27. Juli 1905 )
SgY 30/0013/1 Apelt Fritz ( 4. Febr. 1893 - 28. Jan. 1972 )
SgY 30/1559 Archut, Max ( 1900 )
SgY 30/1392 Bahrs, Hugo ( 1915 - 1985 )
SgY 30/1584 Beike, Heinz ( 3. Mai 1913 )
SgY 30/1521 Bejdin, Iwan Andrejewitsch
SgY 30/0064/1 Berner, Helene ( 13. Dez. 1904 )
SgY 30/2195 Bezler, Kurt
SgY 30/1424 Bolz, Lothar ( 3. Sept. 1903 - 29. Dez. 1986 )
SgY 30/2270/3 Djatlenko, Nikolai Dmitrijewitsch SgY 30/1321 Dieker, Willi ( 13. Febr. 1904 )
SgY 30/2083 Emendörfer, Max SgY 30/1396 Erdmann, Bruno
SgY 30/0232 Frank, Gertrud SgY 30/1929 Grimmer, Walter ( 2. Jan. 1904 )
SgY 30/1481 Gudzent, Georg ( 4. Aug. 1909 - 4. Aug. 1981 )
SgY 30/0333 Haase, Erich ( 4. Jan. 1908 )
SgY 30/1246 Hamacher, Gottfried ( 17. Sept. 1916 )
SgY 30/1400/28 Harrandt, Walter ( 12. Apr. 1907 )
SgY 30/1400/28 Hauser, Harald ( 17. Dez. 1912 - 6. Aug. 1994 )
SgY 30/0361 Heilmann, Friedrich ( 1. März 1893 - 30. Juni 1963 )
SgY 30/1974 Kellner, Robert ( 8. Jan. 1905 )
SgY 30/1237 Keßler, Heinz (26. Jan. 1920)
SgY 30/2013 Lamberz, Peter (7. Nov. 1897 - 2. Aug. 1968)
SgY 30/2060/2 Lehweß-Litzmann, Walter (6. Juni 1907)
SgY 30/0611 Maron, Karl ( 27. Apr. 1903 - 2. Febr. 1975)
SgY 30/0613 Matern, Hermann (17. Juni 1893 - 24. Jan. 1971)
SgY 30/1220 Matheas, Alois (30. Apr. 1902 - 19. Juni 1966)
SgY 30/1400/34 Mayer, Hermann (6. Dez. 1906)
SgY 30/1590 Mohr, Walter (20. Apr. 1921 - 1944)
SgY 30/0001/4 Opitz, Max (11. Sept. 1890 - 7. Jan. 1982)
SgY 30/1260 Rentzsch, Hermann (27. Mai 1913 - 12. Apr. 1978)
SgY 30/1346 Rohde, Heinz (1. Mai 1909)
SgY 30/1410 Rücker, Fritz (9. Aug. 1892 - ... Mai 1974)
SgY 30/0888/3 Seydewitz, Max (19. Dez. 1892 - 8. Febr. 1987)
SgY 30/0888/7 Seydewitz, Max (19. Dez. 1892 - 8. Febr. 1987)
SgY 30/1825 Siemon, Gustav (20. Juni 1918)
SgY 30/1806 Sorgenicht, Klaus (24. Aug. 1923 - 22. Okt. 1999)
SgY 30/1297 Staimer, Lore (14. Apr. 1906 - 7. Nov. 1998)
SgY 30/2051 Teßmer, Henry (19. März 1908)
SgY 30/1129/3 Teubner, Hans (25. Apr. 1902 - 11. Sept. 1992)
SgY 30/2167 Thomas, Hans/Johannes (18. Juli 1910)
SgY 30/1293 Tromm, Emma (1. März 1896 - 7. Jan. 1991)* SgY 30/1409 Zehrfuß, Rudolf
Fotosammlung SED
Hauptgruppe B
Bild Y1/11-B-3. Nationalkomitee "Freies Deutschland" (NKFD)
Bild Y1/11-B-3.1. NKFD in der Sowjetunion
Bild Y1/11-B-3.1.1. Gründung des NKFD
Bild Y1/11-B-3.1.2. Bund deutscher Offiziere (BDO)
Bild Y1/11-B-3.1.3. Tätigkeit des NKFD an der Front
Bild Y1/11-B-3.1.4. Tätigkeit des NKFD in den Kriegsgefangenenlagern
Nachlässe
NY 4109 Ackermann, Anton (eigentlich Hanisch, Eugen) 25.11.1905 - 04.05.1973
NY 4146 Apelt, Fritz 04.02.1893 - 28.01.1972
NY 4232 Bischoff, Charlotte 05.10.1901 - 04.11.1994
NY 4551 Bolz, Lothar 03.09.1903 - 29.12.1986
NY 4514 Dallmann, Siegfried 09.02.1915 - 29.07.1994
NY 4553 Fey, Rudolf 14.05.1914 - 20.07.1999
NY 4009 Florin, Wilhelm 16.03.1894 - 05.07.1944
NY 4030 Hoernle, Edwin ( Ps. Herbert Herber ) 11.12.1883 - 21.07.1952
NY 4583 Kügelgen, Bernt von 31.07.1914 - 30.01.2002
NY 4143 Kurella, Alfred 02.05.1895 - 12.06.1975
NY 4509 Mahle, Hans ( eigentlich Heinrich August Ludwig Mahlmann ) 22.09.1911 - 18.05.1999
NY 4076 Matern, Hermann 17.06.1893 - 24.01.1971
NY 4130 Pieck, Arthur 28.12.1899 - 13.01.1970
NY 4554 Rocholl, Horst 23.02.1908 - 01.01.2004
NY 4330 Roßberg, Kurt 07.05.1906 - 19.08.1991
NY 4111 Rücker, Fritz 09.04.1892 - 20.05.1974
NY 4106 Schmidt, Elli ( Ps.Elli Prader, Irene Gärtner ) 09.08.1908 - 30.07.1980
NY 4528 Scholz, Rudi 18.06.1913 - 16.04.1980
NY 4556 Siemon, Gustav 20.06.1918
NY 4008 Sobottka, Gustav 12.07. 1886 - 06.03.1953
NY 4182 Ulbricht, Walter 30.06.1893 - 01.08.1973
NY 4065 Weinert, Erich 04.08.1890 - 20.04.1953
NY 4575 Willmann, Heinrich 09.07.1906 - 22.02.1991
NY 4181 Winzer, Otto 03.04.1902 - 03.03.1975
Sachthematische Sammlungen:
SgY 12 Nationalkomitee "Freies Deutschland" in der UdSSR
Gesellschaft für Deutsch - Sowjetische Freundschaft:
1972 Korrespondenz des Sekretariats für Kultur mit Vertretern der SGDDR, mit Institutionen und Privatpersonen
DY 16 National - Demokratische Partei Deutschlands
DY 16/420 Sitzungen 1988
DY 16/3350 Artikel- und Redemanuskripte zu verschiedenen Anlässen DY 16/2649 Redemanuskripte zu verschiedenen Anlässen
DY 16/2650 Redemanuskripte zu verschiedenen Anlässen
DY 16/3353 Redemanuskripte zu verschiedenen Anlässen
DY 16/3362 Stellungnahmen und Kommentare
DY 16/5186 Öffentlichkeitsarbeit zu politischen und historischen Gedenktagen
DY 16/2294 40. Jahrestag der NDPD
DY 16/5036 Verschiedene Ereignisse und Jahrestage
DY 30 Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
DY 30/ 5296 Beschlussauszüge aus den Sitzungs- und Umlaufprotokollen des Sekretariats des ZK der SED (dabei: nicht behandelte Vorlagen, Leseinformationen)
DY 30 /5304
Bundesarchiv, Abteilung DDR, Berlin
N 2152 Otto Korfes ( 1889-1964 )
Stadtarchiv Weimar
Teilnachlass 1 Luitpold Steidle ( 1898 -1984 )
Stiftung Archiv der Akademie der Künste Berlin
Teilnachlass 1 Erich Weinert ( 1890-1953 )
Archive im Ausland
NKFD Museum (Memorialmuseum Deutscher Antifaschisten), ul. Narodnogo Opoltschenija 15, 143400 Krasnogorsk, Rußland
Literatur
Jesco von Puttkamer, Irrtum und Schuld. Geschichte des Nationalkomitees "Freies Deutschland", Berlin 1948
Friedrich Lenz, Stalingrad und der verlorene Sieg, Heidelberg 1956 .
Erich Weinert, Das Nationalkomitee "Freies Deutschland" 1943 bis 1945. Bericht über seine Tätigkeit und seine Auswirkung, Berlin Ost 1957.
Sie kämpften für Deutschland. Zur Geschichte des Kampfes der Bewegung "Freies Deutschland" bei der 1. Ukrainischen Front der Sowjetarmee, Hg. Verlag des Ministeriums für Nationale Verteidigung ( Berlin 1959 ).
Peter Strassner, Verräter. Das Nationalkomitee "Freies Deutschland" - Keimzelle der sogenannten DDR ( München 1960 ).
Bodo Scheurig, Freies Deutschland. Das Nationalkomitee und der Bund deutscher Offiziere in der Sowjetunion 1943 - 1945 ( München 1960 ).
Verrat hinter Stacheldraht?. Das Nationalkomitee 'Freies Deutschland' und der Bund Deutscher Offiziere in der Sowjetunion 1943-1945., hg. Bodo Scheurig ( München 1965 ).
Hans Martens, General von Seydlitz 1942 - 1945. Analyse eines Konfliktes ( Berlin 1971 ).
Walther von Seydlitz, Stalingrad. Konflikt und Konsequenz. Erinnerungen (Oldenburg 1977). Birgit Petrick, "Freies Deutschland" - die Zeitung des "Nationalkomitees Freies Deutschland" 1943 - 1945 ( München 1979 ).
James Donald Carnes, General zwischen Hitler und Stalin. Das Schicksal des Walther von Seydlitz ( Düsseldorf 1980 ).
Karl - Heinz Frieser, Krieg hinter Stacheldraht. Die deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion und das Nationalkomitee Freies Deutschland ( Mainz 1981 ). Willy Wolff, An der Seite der Roten Armee. Zum Wirken des Nationalkomitees "Freies Deutschland" an der sowjetisch deutschen Front 1943 bis 1945 ( Berlin Ost 1982 ).
Willy Wolff, Auf der richtigen Seite. Zum Wirken der Frontorganisation des Nationalkomitees "Freies Deutschland" ( Berlin Ost 1985 ).
Hans Heinrich Düsel, Die Flugblätter des Nationalkomitee "Freies Deutschland" 1943 - 1945 ( Bad Aibling 1987 ).
Gerald Diesener, Die Propagandaarbeit der Bewegung "Freies Deutschland" in der Sowjetunion 1943 - 1945 ( Diss., Berlin 1989 ).
Flugblätter des Nationalkomitees Freies Deutschland ( = Ausstellungskatalog, bearb. Eva Bliembach ), Hg. Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz ( Berlin 1989 ).
Edgar Doehler / Horst Haufe, Militärhistorische Traditionen der DDR und der NVA ( Berlin Ost 1989 ).
Za Germaniju - protiv Gitlera! : dokumenty i materialy o sozdanii i dejatel'nosti Nacional'nogo Komiteta "Svobodnaja Germanija" i Sojuza Nemeckich Oficerov / [Memorial'nyj Muzej Nemeckich Antifasistov. Red. N. N. Bernikov (Memorial`nyj Muzej Nemeckich Antifasistov, Moskva 1993 ).
Das Nationalkomitee "Freies Deutschland" und der Bund Deutscher Offiziere, hg. Gerd R. Ueberschär ( Frankfurt am Main 1995 ).
Efim A. Brodskij, Eto izvestno nemnogim ( Memorial`nyj Muzej Nemeckich Antifasistov, Moskva 1996 ).
Jörg Morre, Hinter den Kulissen des Nationalkomitees: Das Institut 99 in Moskau und die Deutschlandpolitik der UdSSR 1943 - 1946 ( = Schriftenreihe der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte Bd. 82, Diss., München 2001 ).
Peter Steinbach, Widerstand im Widerstreit. Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Erinnerung der Deutschen ( Paderborn u.a. 2001). Genosse General! Die Militärelite der DDR in biografischen Skizzen. ( = Militärgeschichte der DDR, Bd. 7, Hg. Hans Ehlert / Armin Wagner, Berlin 2003 ).
Gerd R. Ueberschär, Für ein anderes Deutschland. Der deutsche Widerstand gegen den NS - Staat 1933 - 1945 ( Frankfurt am Main 2005 ).
Julia Warth, Verräter oder Widerstandskämpfer? Wehrmachtgeneral Walther von Seydlitz - Kurzbach ( Diss., Oldenburg 2006 ).
Benutzungsbedingungen
Bundesarchivgesetz, Bundesarchiv - Benutzungsverordnung
Zitierweise
BArch MSG 221/...
Endprovenienz: Maria Düsing
Vorprovenienz: Wilhelm Wilde von Wildemann und Josef Kayser
Bestandsart: Sammlung
Umfang: 0,7  Meter
Bereitstellendes Archiv: Bundesarchiv
Lagerungsort: Freiburg
Benutzungsort: Freiburg