10 Titel
RY 16  
Druckansicht

Arbeiter-Turn- und Sportbund 
Online-Findbuch

Aufgaben und Organisation: 
Am 21./22. Mai 1893 beschloss die Konferenz deutscher Arbeiter-Turnvereine in Gera die Gründung des Arbeiter-Turner-Bundes. Er verstand sich als ein der Sozialdemokratie nahestehender, politischer Verein. Bis 1928 waren im ATSB sowohl sozialdemokratische als auch kommunistische Sportler organisiert. Er wurde im Jahre 1933 verboten. 

Bestandsinformation: 
- Geschäftsbericht des ATSB von 1911
- Gesamtbericht der Bundesschule des ATSB bis 1924
- Fragebögen zur Tätigkeit des Bezirkes Berlin-Brandenburg für 1924-1926
- Protokoll zum Bezirksturntag in Tegel am 16.01.1927
- einzelne Korrespondenzen, Zeitschriften, Mitteilungs- und Werbeblätter.
Der Bestand wurde im Jahre 1966 vom DZA an das ZPA der SED übergeben. Die Unterlagen stammen wahrscheinlich aus dem Nachlass von Georg Gradtke, einem ATSB-Funktionär im Berlin. 
2 AE (0,02 lfm) 1911, 1916, 1924-1929
Bemerkung: Ulrich 02-2002
RY 17  
Druckansicht

Arbeiterwohlfahrt, Bezirksverband Hamburg-Nordwest 
Online-Findbuch

Aufgaben und Organisation: 
Im Dez. 1919 wurde der Hauptausschuss für Arbeiterwohlfahrt e.V. gegründet. Er entstand auf Initiative der sozialdemokratischen Frauenbewegung und verfolgte das Ziel, die kommunale und staatliche Wohlfahrtspflege und Jugendhilfe in sozialdemokratischem Sinne zu beeinflussen und die Mitarbeit der Arbeiter zu sichern. Die Arbeiterwohlfahrt organisierte Hilfsmaßnahmen gegen die sozialen Not in den 20er Jahren. Als im Mai 1933 der Hauptausschuss der Arbeiterwohlfahrt durch einen Beauftragten der DAF übernommen werden sollte, versagten sich die Mitglieder der Gleichschaltung. Die formelle Auflösung und Enteignung erfolgte im Juni/Juli 1933. Der Bezirksausschuss Hamburg-Nordwest wirkte ab Nov. 1921. 

Bestandsinformation: 
- Richtlinien, Berichte, Sitzungsprotokolle und Rundschreiben des Hauptausschusses und des Bezirksverbandes
- Briefe, Berichte und Rundschreiben des Landesausschusses Stade
- Briefe, Berichte und Rundschreiben der Ortsausschüsse Bremerhaven, Bremervörde, Geestemünde, Gnarrenburg, Holßel, Lehe, Loxstedt, Wehdel und Wesermünde.
Der Bestand wurde im Jahre 1966 vom DZA an das ZPA der SED übergeben. 
3 AE (0,1 lfm) 1927-1933
Bemerkung: Ulrich 02-2002
RY 22  
Druckansicht
Archiv des Instituts für Sozialforschung an der Universität Frankfurt/Main 
Findmittel: Findbuch 

Aufgaben und Organisation: 
Das Institut für Sozialforschung an der Universität in Frankfurt/Main wurde am 22.06.1924 eröffnet. Zur Unterstützung der wissenschaftlichen Forschung des Instituts entstand ein sozialwissenschaftliches Archiv mit Sitz in Frankfurt/Main und Berlin, dessen Aufgabe die Sammlung, Sichtung und Bereitstellung sämtlicher tagesgeschichtlicher Materialien der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bewegungen der Gesellschaft war. Das Berliner Archiv wurde bereits im Okt. 1925 im Ergebnis der Untersuchungen wegen der Anschuldigung, das Archiv sei ein illegales Büro der KPD, geschlossen. Die dortigen Archiv- und Bibliotheksbestände kamen nach Frankfurt/Main. Im März 1933 wurde das Institut für Sozialforschung von der Frankfurter Kriminalpolizei geschlossen. Nachdem die Unterlagen aufgrund des "Gesetzes über die Enteignung kommunistischen Eigentums" an das Land Preußen gingen, beschloss das Preußische Kultusministerium nach der Sichtung der Materialien 1936, die "zersetzenden" Bestände der Preußischen Staatsbibliothek zu übergeben. Die politisch unbedenklichen Materialien wurden unter den Institutsbibliotheken der Frankfurter Universität aufgeteilt und von dort nach 1945 an das neugegründete Institut für Sozialforschung zurückgegeben. Einzelne Teile des Archivs gelangten in das ZPA der SED.

Bestandsinformation: 
- Flugblätter, Zeitungen und Zeitschriften von Parteien und Organisationen zu Reichstags-, Landtags- und Kommunalwahlen in Deutschland
- Zeitungen, Flugblätter, Broschüren, Programme, Protokolle, Berichte und Rundschreiben von nationalen und internationalen Parteien und Organisationen zu den verschiedensten Fragen der Politik
- Broschüren, Plakate, Flugblätter, Statuten, Satzungen und Mitteilungsblätter der Gewerkschaftsbewegung in Deutschland, Europa und Amerika 
- Broschüren, Flugblätter und Zeitungen der Arbeiterkultur-, Arbeiterbildungs- und Arbeitersportbewegung in Deutschland.
596 AE (8 lfm), Filme 1875-1933
Bemerkung: Ulrich 12-2001
RY 61  
Druckansicht

Bewegung "Freies Deutschland" für den Westen 
Online-Findbuch

Aufgaben und Organisation: 
Die Bewegung entstand im Nov. 1943. Im Aug. 1944, nach der Befreiung von Paris, wirkte sie legal unter der Bezeichnung "Comité Allemagne Libre Pour L´Ouest" (CALPO). 
Präsident des Komitees war >>Otto Niebergall, Generalsekr. >>Harald Hauser. Am 27.11.1945 beschloss das Komitee seine Auflösung. 

Bestandsinformation: 
- Protokolle, Berichte, Kaderunterlagen und Materialsammlungen der KPD-Organisation, des Komitees, seines Präsidiums und seiner Büros.
Das Archivgut wurde im Juli 1988 von Vertretern der KPF an die SED übergeben.
70 AE (1,4 lfm) 1944-1946
Bemerkung: Ulrich 12-2001
RY 59  
Druckansicht

"Der Deutsche Weg" - Katholische Wochenzeitung 
Online-Findbuch

Aufgaben und Organisation: 
Die Zeitschrift erschien in den Niederlanden. Ihr Herausgeber war der Jesuit Friedrich Muckermann. 

Bestandsinformation: 
- Abonnentenlisten 
- Korrespondenzen mit Abonnenten und Mitarbeitern aus Deutschland, Österreich, Großbritannien, Rumänien, der Türkei und Ungarn.
1 AE (0,3 lfm), Filme 1937-1940
Bemerkung: Ulrich 12-2001
RY 56  
Druckansicht

Deutscher Klub von Berlin
Online-Findbuch

Aufgaben und Organisation: 
Die Idee zur Errichtung von Clubs stammte aus England. Im Gegensatz zu den bereits bestehenden Vereinen sollte sich dieser durch besonderen Luxus hervorheben. Am 27.04.1864 konstituierte sich ein "Comite" zur Gründung des Clubs von Berlin. Die erste Generalversammlung fand am 08.10.1864 unter Leitung von Ferdinand Jaques statt. Es wurde ein Direktorium, bestehend aus 5 Personen, sowie einem Stellv., und eine Aufnahmekommission gewählt. Die anfängliche Mitgliederzahl von 178 wuchs schnell an und der Club wurde zum gesellschaftlichen Mittelpunkt von Industrie und Bankwesen, so dass er auch als "Millionenclub" bezeichnet wurde. Zunächst gehörten fast alle bedeutenden Wirtschaftsführer aus Berlin dem Club an, dann auch aus ganz Deutschland. 
Der gewählte Vorstand trug die Bezeichnung Direktorium und bestand zunächst aus fünf Direktoren und zwei Stellv. Darüber hinaus bestanden verschiedene Kommissionen, wie z. B. die Bibliothekskommission, die Unterhaltungskommission, die Wein- und Küchenkommission. Zur Bestreitung der Kosten wurden neben dem Mitgliedsbeitrag Anleihen bei den Mitgliedern aufgenommen und entsprechende Anteilscheine ausgegeben.1893 gehörte der Club zu den angesehensten und setzte sich mittlerweile aus Vertretern der Hochfinanz, der Industrie, des Großhandels und der Rechtsanwaltschaft zusammen. Nach mehreren Umzügen fand am 01.11.1893 die Eröffnung eigener Räumlichkeiten in der Jägerstraße 2/3 statt. Als Zweck des Clubs war zunächst im Statut die "gesellige Unterhaltung und persönliche Annäherung seiner Mitglieder" festgelegt. Der Club bot die Möglichkeit zu Verhandlungen und Besprechungen, die auch von politischer oder wirtschaftlicher Bedeutung sein konnten. 
1924 erfolgte die Gründung des Deutschen Herrenklubs. Beide bestanden zunächst nebeneinander. Der Deutsche Herrenklub verstand sich als Eliteorganisation mit starker Betonung der preußischen Tradition. Er ging aus dem Berliner Juniklub hervor, dessen betont elitärer und aristokratischer Flügel zu ihm übertrat. Treibende Kraft bei der Gründung war Heinrich von Gleichen-Russwurm. Eine Aufwertung erfuhr der Klub mit der Übernahme des Ehrenvorsitzes durch Hindenburg. Entsprechend der Satzung des Klubs bestand ein Direktorium aus 3 Klubmitgliedern, das den Vorsitzenden des Klubs und dessen Stellvertreter wählte. Das oberste Gremium war der Vorstand, dem neben den Mitgliedern des Direktoriums weitere 12 Klubmitglieder angehörten. Zum Vorstand zählten darüber hinaus die Vorsitzenden der Herrenklubs und Herrengesellschaften im Reich. Ziel des Klubs war es, Unternehmer und Großgrundbesitzer an den Klub zu ziehen und bei regelmäßigen Wirtschaftsabenden einander näher zu bringen. Darüber hinaus wurde über die politische Linie einer Vielzahl führender Zeitungen und Zeitschriften gesprochen und wichtige Entscheidungen der Reichs- und Landesbehörden zum Diskussionsgegenstand gemacht. Am 21.08.1933 erfolgte mit einer Satzungsänderung auch die Namensänderung in Deutscher Klub. 1937 bot der Club von Berlin dem Deutschen Klub die Fusion an, aus den beiden Klubs entstand der Deutsche Klub von Berlin, der alle Mitglieder übernahm. Einen größeren Einfluss auf das öffentliche bzw. gesellschaftliche Leben konnte er jedoch nicht mehr ausüben. Nach Kriegsende 1945 wurde der Klub verboten. Ab 1950 wurde versucht, einen Deutschen Klub von Berlin im westlichen Teil der Stadt wieder zu etablieren. 

Bestandsinformation: 
- Unterlagen zur Gründung
- Satzungen und Statuten ab 1864
- Protokolle der Generalversammlung für den Zeitraum 1914-1916
- Mitgliederverzeichnisse für den gesamten Zeitraum
- Unterlagen über die Haus- und Vermögensverwaltung.
112 AE (2,02 lfm), Filme 1864-1945
Bemerkung: Rauschenbach 12-2001
RY 60  
Druckansicht

Diligentia AG Basel 
Online-Findbuch

Aufgaben und Organisation: 
Die Diligentia AG wurde am 16.07.1929 in der Schweiz gegründet. Sie verpachtete Druckereieinrichtungen insbesondere an Parteidruckereien der KPD. Nach dem Verbot der KPD 1933 wurde das Vermögen der AG beschlagnahmt. 1956 kam es in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Verbot der KPD nochmals zu einem Vermögenseinzug. 1969 beschlossen der Verwaltungsrat und die Aktionäre der Diligentia AG deren Liquidation. 

Bestandsinformation: 
- Dokumente und Materialien des Präsidenten des Verwaltungsrates und Liquidators der AG Herrn Dr. M. Schlageter
- Materialien aus der Geschäftstätigkeit der AG, wie Statuten, Protokolle, Tätigkeitsberichte, Geschäftsbilanzen, Pachtverträge und Korrespondenzen mit Druckereien
- Korrespondenzen des Verwaltungsrates der AG mit Polizeipräsidien und Gestapodienststellen zur Freigabe des Vermögens in Deutschland
- Materialien zu Wiedergutmachungsforderungen einzelner Druckereien nach 1945 und Unterlagen über die Beschlagnahme 1956.
Die Unterlagen kamen in den Jahren 1977 und 1979 über die Abteilung Verkehr beim ZK der SED in das ZPA der SED.
49 AE (1,2 lfm) + 0,5 lfm unbearbeitet 1927-1969
Bemerkung: Ulrich 12-2001
RY 12  
Druckansicht

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund republikanischer Kriegsteilnehmer 
Online-Findbuch

Aufgaben und Organisation: 
Das Reichsbanner wurde am 22.02.1924 in Magdeburg gegründet. Es verfolgte das Ziel, Kriegsteilnehmer, die auf dem Boden der parlamentarisch-demokratischen Republik standen, unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit, zur Verteidigung der Republik zusammenzufassen. Nachdem zunächst nur Kriegsteilnehmer Mitglied wurden, kamen schon bald Männer ohne Kriegserfahrungen und auch Jugendliche hinzu. Letztere wurden seit 1926 im "Jungbanner" organisiert. Das Reichsbanner gliederte sich in die Bundesleitung/Bundesvorstand, Gaue, Kreisverbände und Ortsvereine. Den Vorsitz im Bundesvorstand, mit Sitz in Magdeburg, hatte von 1924 bis 1932 Otto Hörsing sowie 1932 und 1933 Karl Höltermann (beide SPD). Dem Bundesvorstand stand ein Reichsausschuß beratend zur Seite. In ihm waren führende Persönlichkeiten der SPD, der DDP und des Zentrums vertreten. Zur Bündelung der Kräfte schloss sich das Reichsbanner angesichts der Erstarkung des Nationalsozialismus am 16.12.1931 mit der SPD, den freien Gewerkschaften und verschiedenen Arbeitersportorganisationen zur "Eisernen Front" zusammen, was jedoch die Zerschlagung der Weimarer Republik nicht mehr verhindern konnte. In den Monaten März bis Mai 1933 wurde das Reichsbanner in ganz Deutschland verboten. 

Bestandsinformation: 
- Rundschreiben, Tätigkeitsberichte, Abrechnungen und Schriftwechsel des Reichsbanners und des Jungbanners aus den Gauen Oberbayern-Schwaben, Niederschlesien und Berlin-Brandenburg
- Flugblätter und Mitteilungsblätter des Jungbanners.
Der Bestand wurde im Jahre 1966 vom DZA an das ZPA der SED übergeben. Er enthält nur Splitter der eigentlichen Überlieferung des Reichsbanners.
9 AE (0,15 lfm), Filme 1928-1935
Bemerkung: Ulrich 12-2001
RY 11  
Druckansicht

Sozialistische Arbeiterjugend
Online-Findbuch 

Aufgaben und Organisation: 
Im Dez. 1908 konstituierte sich unter Führung der SPD und der Gewerkschaften die Zentralstelle für die arbeitende Jugend Deutschlands zur Erziehung und Aufklärung der Arbeiterjugend. Diese wurde nach Abspaltung der oppositionellen Jugendbewegung im Jahre 1919 aufgelöst. Als neue Jugendorganisation der SPD wurde der Verband der deutschen Arbeiterjugendvereine gegründet. Die SAJ entstand nach dem Zusammenschluss des Verbandes der deutschen Arbeiterjugendvereine mit der Sozialistischen Proletarierjugend (USPD) im Herbst 1922 und wurde im April 1933 verboten. 

Bestandsinformation: 
- Rundschreiben der Zentralstelle für die arbeitende Jugend
- Rundschreiben des Vorstandes der SAJ an die Bezirksleitungen
- Tagesordnung, Satzungen, Resolutionen und sonstige Unterlagen von der illegalen Osterkonferenz der oppositionellen Jugend in Jena 1916
- Berichte, Protokolle, Druckschriften und sonstige Materialien aus der Tätigkeit der Jugendbewegungen in Bayern, Berlin, Hamburg, Köln, Niedersachsen, Rheinsberg, Sachsen und Werder-Havel.
Der Bestand widerspiegelt die Tätigkeit der SAJ nur lückenhaft. 
10 AE (0,13 lfm) 1911-1933
Bemerkung: Ulrich 02-2002
RY 18  
Druckansicht

Touristenverein "Die Naturfreunde" 
Online-Findbuch

Aufgaben und Organisation: 
Der Touristenverein wurde 1895 in Wien als eine Einzelsparte des ATSB gegründet und im Jahre 1933 verboten. Der Verein war eine Arbeiterkulturorganisation, die der SPD nahestand, aber bis 1928 neben den sozialdemokratischen auch kommunistische Mitglieder hatte. Der Verein gliederte sich in die Reichsleitung, die Gauleitungen und die Ortsgruppen. 

Bestandsinformation: 
- Berichte, Briefe und Rundschreiben zu Veranstaltungen und Organisationsfragen des Gaues Nordmark und der Ortsgruppen Hamburg, Bremen und Neumünster
- Nachrichtenblatt des Touristenvereins Gau Nordbayern 1921.
Die Unterlagen kamen im Jahre 1966 in das ZPA der SED. Sie stammen wahrscheinlich aus dem Nachlass von Emil Geiger, einem Funktionär in Hamburg.
1 AE (0,01 lfm) 1912, 1913, 1921, 1922
Bemerkung: Ulrich 02-2002