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Kreisdienststelle Grevesmühlen
Online-Findbuch

Stand: Dezember 2020
Umfang: 9 lfm
Laufzeit: 1958 - 1959/1962 - 1989
Erschließungsstand: 100 %

Allgemeine Informationen:
 Die Kreisdienststellen hatten die Aufgabe, die staatliche Sicherheit in ihrem Territorium zu gewährleisten. Dieses Territorialprinzip ergänzte das Prinzip der Fach-"Linien" im zentralen Ministerium und in den Bezirksverwaltungen. Es gab in jeder Kreisdienststelle eine Reihe von Standard-Referaten (z. B. Volkswirtschaft, Staatsapparat usw.), diese konnten aber durch lokale Besonderheiten ergänzt werden.

Enthält u. a.:
 - Grenzbeschreibungen
- Unterlagen zur Grenzsicherheit
- Aus- und Weiterbildung von MfS-Mitarbeitern
- Arbeit mit Inoffiziellen Mitarbeitern (IM), Straßenschlüssel der Personendatenbank
- Auf Karton gefertigte Fotodokumentationen zu einzelnen Grenzabschnitten und Fotoseiten zu Unterschlupfmöglichkeiten sowie zum Verlauf der Grenze zwischen der DDR und BRD
- Bildung und Arbeitsweise von Grenzsicherungsaktiven

Informationen über die Bearbeitung des Bestandes:
 Außer Schriftgut enthält der Bestand noch Karteien, u. a. die Vorverdichtungs-, Such- und Hinweis-kartei (VSH). Vor der Erschließung wurde der Teilbestand grob gesichtet. Das Schriftgut war in Säcken, Bündeln, lose und zerrissen überliefert. Die Erschließung von Schriftgut erfolgte gemäß den archivarischen Grundsätzen. Personenbezogene Unterlagen wurden vorrangig bearbeitet. Die Zentrale Materialablage (ZMA) ist nach Alphabet neu geordnet und dann durchnummeriert worden. Völlig ungeordnet und unvollständig war anfangs die VSH. Nach deren alphabetischer Ordnung erfolgte ein Abgleich mit der ZMA. Danach wurden die relevanten Personendaten in die EDV eingegeben.

Findmittel (BStU-intern):
 - klassifizierte Findkartei
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)
- personenbezogene MfS-Unterlagen

Besonderheiten: keine