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Kreisdienststelle Magdeburg

Stand: Dezember 2020
Umfang: 499 lfm
Laufzeit: (1945 - 1949) 1950 - 1989
Erschließungsstand: 100 %

Allgemeine Informationen:
 Die Kreisdienststellen (KD) hatten die Aufgabe, die staatliche Sicherheit in ihrem Territorium zu gewährleisten. Dieses Territorialprinzip ergänzte das Prinzip der Fach-"Linien" im Ministerium und in den Bezirksverwaltungen. Es gab in jeder KD eine Reihe von Standard-Referaten (z. B. Volkswirtschaft, Staatsapparat usw.), diese konnten aber durch lokale Besonderheiten ergänzt werden.

Enthält u. a.:
 - Tätigkeit der Inoffiziellen Mitarbeiter
- Überwachung von Personen
- Arbeitspläne des Leiters der KD
- Informationen über die Situation im Herbst 1989
- Überwachung von Jugendlichen, z. B. Punks und Skinheads
- Absicherung sowjetischer Militärobjekte einschließlich der Überprüfung und Kontrolle der Anlieger
- Verhinderung von Gewaltakten an öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen
- Überwachung des Arbeitskreises "Ökologie" der Magdeburger Domgemeinde
- Sicherung und Kontrolle der Arbeit in den Betrieben des Kreises (VEB Minol Magdeburg, VEB Meßgerätewerk "Erich Weinert" Magdeburg, VEB Magdeburger Armaturenwerke "Karl Marx" (MAW), VEB Fahlberg-List Magdeburg, VEB Magdeburger Verkehrsbetriebe).

Informationen über die Bearbeitung des Teilbestandes:
 Die registrierten Vorgänge wurden numerisch nach Jahrgängen geordnet und sind personenbezogen nutzbar. Die Zentrale Materialablage wurde anhand der dazugehörigen Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei rekonstruiert. Da die Überlieferung sehr lückenhaft war, erfolgte eine systematische Erfassung in der Datenbank "Elektronisches Personenregister" unter Vergabe einer neuen BStU-Signatur. Die Erschließung der Sachakten ist abgeschlossen.

Findmittel (BStU-intern):
 - Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)
- alphabetische Decknamenkartei
- Signaturnachweisbuch (1991)
- personenbezogene MfS-Karteien

Besonderheiten:
 - zerrissene Unterlagen