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Kreisdienststelle Luckenwalde

Stand: Dezember 2018
Umfang: 129 lfm
Laufzeit: 1952 - 1989
Erschließungsstand: 100 %

Allgemeine Informationen:
Die Kreisdienststellen (KD) hatten die Aufgabe, die "staatliche Sicherheit" in ihrem Territorium zu gewährleisten. Dieses Territorialprinzip ergänzte das Prinzip der Fach-"Linien" im zentralen Ministerium und in den Bezirksverwaltungen. Es gab in jeder Kreisdienststelle eine Reihe von Standard-Referaten (z. B. Volkswirtschaft, Staatsapparat usw.), diese konnten aber durch lokale Besonderheiten ergänzt werden.

Enthält u. a.:
- Arbeit mit Inoffiziellen Mitarbeitern (IM)
- Personalgewinnung und -betreuung der hauptamtlichen Mitarbeiter
- Militärische Nachwuchsgewinnung
- Berichterstattung zur Arbeit der Kreisdienststelle
- Aufklärung, Beobachtung und Überprüfung von Personen, Objekten, Einrichtungen, Betrieben, Organisationen
- Ermittlungsberichte (EB)
- Bodenreform
- Gründung Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften (LPG), u. a. Enteignungen und Austritte
- Aufklärung und Sicherung der Bereiche Jugend, Kirche und Religionsgemeinschaften
- Johannische Kirche Glau/Blankensee
- Parteizugehörigkeit von Einwohnern verschiedener Gemeinden, u. a. zur NSDAP
- Struktur der Gemeinden
- Bekämpfung von Gewaltakten gegen staatliche Objekte
- Sicherung von Objekten der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) und der Nationalen Volksarmee (NVA) im Kreisgebiet
- Ein- und Ausreiseverkehr von Anwohnern im Schwerpunktbereich der GSSD
- Politisch-operatives Zusammenwirken (POZW) zwischen der Kreisdienststelle und dem Volkspolizeikreisamt (VPKA)
- Rapporte des VPKA zu Vorkommnissen und Sachverhalten
- "Hetze" und Spionageabwehr

Informationen über die Bearbeitung des Teilbestandes:
Die registrierten Vorgänge (IM, GMS, OV, OPK) wurden 1991 personenbezogen erschlossen.
Zum Zeitpunkt der Auflösung des MfS befand sich die Änderung der Ablagearten der Zentralen Materialablage (ZMA) in eine numerische Ablage noch im Umbruch und wurde nicht mehr beendet. Die überlieferten Ablageformen der ZMA in numerischer Reihung, alphanumerischer Reihung und Ablage nach Orten wurde beibehalten. Die Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei (VSH) zu diesen Akten war nur zu 50 % vorhanden. Deshalb erfolgte ein Karteiabgleich, während dessen fehlende Karteikarten durch andersfarbige BStU-Karteikarten ersetzt wurden. Die innere Ordnung der formierten "Ortschaftsakten" wurde beibehalten.

Findmittel (BStU-intern):
- numerische Findkartei
- Schlagwortkartei
- Decknamenkartei
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)

Besonderheiten: keine