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Archivbestand 4 (Akten der Staatsanwaltschaften)

Stand: Dezember 2020
Umfang: 369 lfm
Laufzeit: (1933 - 1949) 1950 - 1989
Erschließungsstand: 0 %

Allgemeine Informationen:
 - im Archivbestand 4 sind die Unterlagen der Bezirksstaatsanwaltschaft abgelegt

Enthält u. a.:
 - Ermittlungen und Prozesse zu Verbrechen gemäß Kontrollratsdirektive Nr. 38 und Kontrollratsgesetz Nr. 10 u. a. Misshandlungen von Kriegsgefangenen, Zwangsarbeitern und politischen Häftlingen
- Denunziationen von Gegnern des NS-Regimes
- Enteignungen von Firmen, deren Besitzer NS-Anhänger waren
- Ermittlungen und Prozesse wegen versuchter Republikflucht, Fluchthilfe, Fahnenflucht, Spionage und Spionageverdacht, kritische Meinungsäußerungen zum politischen System in der DDR
- Verbindungsaufnahme zu westdeutschen und internationalen Organisationen
- unbefugter Waffenbesitz
- Brandstiftung
- Kapitalverbrechen

Informationen über die Bearbeitung des Archivbestandes:
 Bisher ist keine Erschließung erfolgt.

Findhilfsmittel (BStU-intern):
 - alle Unterlagen des Archivbestandes 4 sind über die zentralen Karteien (F 16, F 22) des MfS personenbezogen nutzbar

Besonderheiten:
 Die Unterlagen waren 1990 an die Staatsanwaltschaft übergeben worden, um in der DDR aus politischen Gründen Verurteilte schneller rehabilitieren zu können. 1993 wurden die Akten an den BStU zurückgegeben. Die ungünstigen Magazinbedingungen im Archiv der Staatsanwaltschaft haben der Substanz der Unterlagen geschadet.

Vorgänge, die die bis 1982 existierende OV "Wismut" bearbeitet und später archiviert hat, bilden innerhalb der Akten der Staatsanwaltschaft eine gesonderte Ablage (67 lfm).