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Politische Hauptverwaltung/Zentrale Politorgane

DVP 1  
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Politische Hauptverwaltung

Informationen zum Bestand
Die Politische Verwaltung wurde mit Befehl Nr. 2/56 des Ministers für Nationale Verteidigung als Teil des Ministeriums gebildet. Sie hatte folgende Aufgaben zu erfüllen: Als führendes Organ der Partei- und Politischen Arbeit war sie für die gesamte politische Arbeit in der NVA verantwortlich. Als Stellvertreter für die Politische Arbeit unterstand der Chef der PV dem Minister. In seiner parteipolitischen Tätigkeit war er dem Zentralkomitee der SED rechenschaftspflichtig. Die Umbenennung in Politische Hauptverwaltung (PHV) auf Befehl des Ministers Nr. 82/61 erfolgte im Oktober 1961. Damit konnten die nachgeordneten Politabteilungen in Poltische Verwaltungen umgebildet werden, wodurch nicht nur die Chefs zu Generalen ernannt werden konnten, sondern auch der Apparat zur politischen Beeinflussung weiter ausgebaut wurde.
Der Chef der PHV hatte 2 Stellvertreter: den Stellvertreter für ideologische Arbeit und den Stellvertreter für die Organisation der Politischen Arbeit. Diesen unterstanden Verwaltungen und Abteilungen. Die PHV und die andere Politorgane wurden mit Befehl Nr. 6/90 des Ministers für Nationale Verteidigung aufgelöst. Die staatsbürgerliche Arbeit sollte durch die Kommandeure geleistet werden. Dazu wurde im Ministerium eine Einrichtung „Chef staatsbürgerliche Arbeit“ geschaffen, deren Existenz aber nur von kurzer Dauer war. Die staatsbürgerliche Arbeit wurde ab dem 8. August 1990 eingestellt.

Aktenordnung
Für die Aktenordnung war der Einheitsaktenplan K010/0/001 verbindlich vorgeschrieben; er wurde je nach Kenntnis in den VS-Registraturen besser, in den offenen Registraturen nur zum Teil angewendet.
Die Ablieferung der Akten erfolgte aus großen Verwaltungen und Bereichen jährlich an das Militärarchiv Potsdam später an das Verwaltungsarchiv des MfNV. Die nachgeordneten Dienststellen lieferten unregelmäßig ab. Vom Verwaltungsarchiv erfolgte die Übergabe nach Bewertung an das Militärarchiv Potsdam. Nach dessen Übernahme in das Bundesarchiv- Militärarchiv wurde die Tektonik völlig neu bearbeitet. Daraus resultiert noch für eine längere Zeit das Nebeneinander von alten und neuen Signaturen: Alte Signatur: VA-P-01/...; neue Signatur: DVP 1/...

Überlieferung
Der Bestand enthält die archivalische Überlieferung des Chefs der PHV, seiner Stellvertreter und der nachgeordneten. Die Registraturen waren in der Regel stabil, so dass von 1956 bis 1976 - diese Akten befanden sich bereits bewertet und verzeichnet im Endarchiv - eine im wesentlichen ununterbrochene Überlieferung zu erwarten ist. Insbesondere für die Jahre 1984 bis 1990 sind durch unkontrollierte Vernichtungen Überlieferungslücken vorhanden. Die noch nicht erschlossenen Unterlagen sind an grünen Karteikarten des Verwaltungsarchivs zu erkennen. Von der Verwaltung Staatsbürgerliche Arbeit sind 8 Akteneinheiten im Bestand.

Erschließungszustand (Kommentar)
Findkartei, Inventar „ Delegiertenkonferenzen der Parteiorganisationen in der NVA 1956 – 1965“

Amtliche Druckschriften
DVW 1 Druck - Dienstvorschriften der NVA, Anordnungs- und Mitteilungsblatt (AMBL)

Literatur
Im Dienste der Partei: Handbuch der bewaffneten Organe der DDR/ Torsten Diedrich...(Hg).
Berlin 1998.
Rührt Euch!: Zur Geschichte der NVA; Beiträge über die Nationale Volksarmee der DDR/ Wolfgang Wünsche (Hg.). Berlin 1998

Verfasser/Stand MA 4; 2002
32 lfm, 1086 AE 1956 - 1990
DVP 2-1  
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Politorgan beim Ministerium für Nationale Verteidigung

Informationen zum Bestand
Mit der Aufstellung des Ministeriums für Nationale Verteidigung zum 1. März 1956, wurde beim Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Verwaltung eine Abteilung Polit-Arbeit des Ministeriums eingerichtet. Diese hatte ausschließlich im Ministerium politische Arbeit zu leisten.
Im Jahre 1958 erfolgte die Bildung einer Kreisleitung der SED. Die Abteilung Polit-Arbeit wurde aufgelöst und an ihrer Stelle eine Gruppe zur Anleitung der politischen Arbeit im MfNV geschaffen. Die Kreisleitung der SED war somit für die Anleitung der Parteigrundorganisationen und die „Gruppe...“ als Strukturelement der Politischen Verwaltung für die politische Arbeit im Ministerium zuständig. Auf Befehl Nr. 52/72 des Ministers wurde eine Politische Verwaltung des Ministeriums für Nationale Verteidigung gebildet. Die Kreisleitung der SED und auch die inzwischen errichteten Politabteilungen bei den Stellvertreterbereichen konnten damit aufgelöst werden. Diese organisatorische Veränderung verfolgte das Ziel, die Trennung zwischen Partei - und politischer Arbeit wieder aufzuheben und die gesamte politische Beeinflussung von einem Strukturelement zu steuern. Bereits 1975 wurde die Zentralisierung wieder aufgehoben. Auf Befehl Nr. 163/75 des MfNV wurden aus der Politischen Verwaltung mit Wirkung vom 1. Dez. 1975 folgende Politorgane gebildet: - Politorgan beim Minister für die direkt unterstellten Bereiche und Truppen - Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef des Hauptstabes - Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef der Rückwärtigen Dienste - Politorgan beim Stellvertreter des Ministers Chef Technik und Bewaffnung - Politorgan beim Chef Militärbauwesen und Unterbringung. Die Chefs der Politorgane waren als Parteifunktionäre dem Chef der politischen Hauptverwaltung unterstellt. Sie waren zugleich dem Minister, dem jeweiligen Stellvertreter des Ministers oder Chef für die politische Arbeit in dem festgelegten Bereich verantwortlich. Auf Befehl des Ministers Nr. 52/ 86 erfolgte die Auflösung des Politorgans beim Minister. Beim Chef Militärbauwesen und Unterbringung wurde eine Politabteilung aufgestellt.

Aktenordnung
Für die Aktenordnung war der Einheitsaktenplan K010/0/001 verbindlich vorgeschrieben; er wurde je nach Kenntnis in den VS-Registraturen besser, in den offenen Registraturen nur zum Teil angewendet.
Die Ablieferung der Akten erfolgte jährlich an das Militärarchiv Potsdam später an das Verwaltungsarchiv des MfNV. Vom Verwaltungsarchiv erfolgte die Übergabe nach Bewertung an das Militärarchiv Potsdam. Nach dessen Übernahme in das Bundesarchiv- Militärarchiv wurde die Tektonik völlig neu bearbeitet. Daraus resultiert noch für eine längere Zeit das Nebeneinander von alten und neuen Signaturen: Alte Signatur: VA-P-01/...; neue Signatur: DVP 2-1/...

Überlieferung
Wegen mehrerer Strukturveränderungen wurde ein Sammelbestand unter der Bezeichnung Politorgan beim Minister für Nationale Verteidigung gebildet, der die Unterlagen der früheren Registraturbildner mit enthält. Die Gliederung des Bestandes erfolgt nach Sachgruppen innerhalb derer wurde chronologisch gereiht.
Der Bestand enthält: Militärische Bestimmungen 1957 - 1985; Pläne und Berichte 1957 - 1986; Sitzungen der Sekretariate 1958 - 1975; Kaderarbeit 1958 – 1976, Delegiertenkonferenzen 1958 - 1984; Parteiaktiv 1968 - 1982; Parteikontrollkommission 1954 - 1986; Informationen 1958 - 1986; Propaganda 1958 - 1972

Erschließungszustand (Kommentar)
Kartei, Inventar „Delegiertenkonferenzen der Parteiorganisationen in der NVA 1956 - 1965“

Amtliche Druckschriften
Militärpolitischer Informationsdienst der Politischen Hauptverwaltung 1963 - 1967

Literatur
Im Dienste der Partei: Handbuch der bewaffneten Organe der DDR/ Torsten Diedrich...(Hg).
Berlin 1998. Rührt Euch!: Zur Geschichte der NVA; Beiträge über die Nationale Volksarmee der DDR/ Wolfgang Wünsche (Hg.). Berlin 1998

Verfasser/Stand MA 4; 2002
6.7 lfm, 233 AE 1954 - 1986
DVP 2-2  
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Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef des Hauptstabes

Informationen zum Bestand
Das Politorgan wurde auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung Nr. 163/75 aufgestellt. Gleichzeitig erfolgte die Auflösung der Politischen Verwaltung des Ministeriums. Diese hatte von 1972 bis 1975 existiert.
Vor 1972 hatte die Politabteilung der unterstellten Truppenteile, Einheiten und Einrichtungen des Stellvertreters des Ministers und Chef des Hauptstabes die Aufgaben von der Politabteilung Sonderobjekte (1956 - 1965) übernommen. Im Ministerium selbst hatte die politische und Parteiarbeit eine Kreisleitung der SED (1958-1972) zu führen. Beim Chef der Verwaltung Aufklärung bestand - sicher auf Grund der besonderen Aufgabenstellung - eine eigene Politabteilung.

Aktenordnung
Für die Aktenordnung war der Einheitsaktenplan K010/0/001 verbindlich vorgeschrieben; er wurde je nach Kenntnis in den VS-Registraturen besser, in den offenen Registraturen nur zum Teil angewendet.
Die Ablieferung der Akten erfolgte jährlich an das Militärarchiv Potsdam später an das Verwaltungsarchiv des MfNV. Vom Verwaltungsarchiv erfolgte die Übergabe nach Bewertung an das Militärarchiv Potsdam. Nach dessen Übernahme in das Bundesarchiv- Militärarchiv wurde die Tektonik völlig neu bearbeitet. Daraus resultiert noch für eine längere Zeit das Nebeneinander von alten und neuen Signaturen: Alte Signatur: VA-P-01/...; neue Signatur: DVP 2-2/... Der Bestand besteht aus den Unterlagen der Politabteilung, des Politorgans und der Politabteilung beim Chef der Verwaltung Aufklärung.

Überlieferung
Der Bestand enthält: Militärische Bestimmungen 1976-1986; Leitung 1958-1989; Pläne
1977-1988; Kontrollen 1966-1985; Sozialistischer Wettbewerb 1965-1986; Übernahme von Dienststellungen 1972-1989, auch: Namensverleihungen an Truppenteile; SED-Statistik; Delegiertenkonferenzen der SED 1967-1981; Informationsberichte 1965-1987; VS-Grundkarten 1972-1986; Politabteilung der Verwaltung Aufklärung: Delegiertenkonferenzen der SED 1964-1980; Protokolle der Parteikontrollkommission 1960-1975.

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Literatur
Im Dienste der Partei: Handbuch der bewaffneten Organe der DDR/ Torsten Diedrich...(Hg).
Berlin 1998. Rührt Euch!: Zur Geschichte der NVA; Beiträge über die Nationale Volksarmee der DDR/ Wolfgang Wünsche (Hg.). Berlin 1998

Verfasser/Stand MA 4; 2002
6 lfm, 198 AE 1958 - 1989
DVP 2-3  
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Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef Technik und Bewaffnung

Informationen zum Bestand
Das Politorgan wurde auf Befehl Nr. 163/75 des Ministers für Nationale Verteidigung gebildet. Für den Bereich Technik und Bewaffnung trat es mit Wirkung vom 1. Dez 1975 die Nachfolge der Politischen Verwaltung ( vgl. DVP 2-1) an. Der Chef des Politorgans wurde dem Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Hauptverwaltung unterstellt. Zugleich war er dem Chef Technik und Bewaffnung für die politische Arbeit im Bereich verantwortlich.
Chef des Politorgans: Generalmajor Wolfgang Hammer

Aktenordnung
Die Akten wurden im Verwaltungsarchiv des MfNV aufbewahrt. Von dort gelangten sie über das Militärarchiv Potsdam in das Endarchiv Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg

Überlieferung
Vom Bestandsbildner sind nur wenige Akten überliefert. Sie sind noch nicht erschlossen aber benutzbar. Sie tragen noch die Signaturen des Verwaltungsarchivs P...
Inhalt: Monatsinformationsberichte 1977-1981; Arbeitspläne 1975-1981

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Literatur
Im Dienste der Partei: Handbuch der bewaffneten Organe der DDR/ Torsten Diedrich...(Hg).
Berlin 1998. Rührt Euch!: Zur Geschichte der NVA; Beiträge über die Nationale Volksarmee der DDR/ Wolfgang Wünsche (Hg.). Berlin 1998

Verfasser/Stand MA 4; 2002
0.1 lfm, 5 AE 1975-1981
DVP 2-4  
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Politorgan beim Stellvertreter des Minsters und Chef der Rückwärtigen Dienste

Informationen zum Bestand
Das Politorgan wurde auf Befehl Nr. 163/75 des Ministers für Nationale Verteidigung gebildet. Für den Bereich der Rückwärtigen Dienste es mit Wirkung vom 1. Dez 1975 die Nachfolge der Politischen Verwaltung ( vgl. DVP 2-1) an. Der Chef des Politorgans wurde dem Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Hauptverwaltung unterstellt. Zugleich war er dem Chef der Rückwärtigen Dienste für die politische Arbeit im Bereich verantwortlich.
Chef des Politorgans: Generalmajor Dieter Wendt 1976-1990.

Aktenordnung
Für die Aktenordnung war der Einheitsaktenplan K010/0/001 verbindlich vorgeschrieben; er wurde je nach Kenntnis in den VS-Registraturen besser, in den offenen Registraturen nur zum Teil angewendet.
Die Ablieferung der Akten erfolgte jährlich an das Militärarchiv Potsdam später an das Verwaltungsarchiv des MfNV. Vom Verwaltungsarchiv erfolgte die Übergabe nach Bewertung an das Militärarchiv Potsdam. Nach dessen Übernahme in das Bundesarchiv- Militärarchiv wurde die Tektonik völlig neu bearbeitet. Daraus resultiert noch für eine längere Zeit das Nebeneinander von alten und neuen Signaturen: Alte Signatur: VA-P-01/...; neue Signatur: DVP 2-4/...Neben den Akten des Politorgans sind auch Unterlagen der Politabteilung beim Chef der Rückwärtigen Dienste aus den 60er Jahren überliefert.

Überlieferung
Der Bestand enthält: Militärische Bestimmungen 1967-1984; Leitung und Planung 1960-1980; Informationsberichte 1965-1985; Delegiertenkonferenzen 1967-1988; Jugendarbeit 1976-1987; Gefechtsbereitschaft 1976-1984.

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Literatur
Im Dienste der Partei: Handbuch der bewaffneten Organe der DDR/ Torsten Diedrich...(Hg).
Berlin 1998. Rührt Euch!: Zur Geschichte der NVA; Beiträge über die Nationale Volksarmee der DDR/ Wolfgang Wünsche (Hg.). Berlin 1998

Verfasser/Stand MA 4; 2002
2,5 lfm, 81 AE 1965-1987
DVP 2-5  
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Politorgan beim Chef Militärbauwesen und Unterbringung

Informationen zum Bestand
Das Politorgan wurde auf Befehl Nr. 163/75 des Ministers für Nationale Verteidigung gebildet. Für den Bereich des Chefs Militärbauwesen und Unterbringung trat es mit Wirkung vom 1. Dez 1975 die Nachfolge der Politischen Verwaltung ( vgl. DVP 2-1) an. Der Chef des Politorgans wurde dem Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Hauptverwaltung unterstellt. Zugleich war er dem Chef Militärbauwesen und Unterbringung für die politische Arbeit im Bereich verantwortlich. Im Jahre 1985 erfolgte auf Befehl Nr. 52/85 die Umwandlung in eine Politabteilung.

Aktenordnung
Die Akten wurden im Verwaltungsarchiv des MfNV aufbewahrt. Von dort gelangten sie über das Militärarchiv Potsdam in das Endarchiv Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Die Unterlagen wurden bereits in Potsdam erschlossen und verfilmt. Sie tragen noch die Potsdam-Signaturen VA-P-01/...

Überlieferung
Es sind nur Akten aus der Zeit des Bestehens der Politabteilung der Truppenteile und Einrichtungen für Unterkunft und Bauwesen vor 1972 überliefert.
Inhalt: Delegiertenkonferenzen der SED 1969-1971; Stellenplan 1967, Kontrollen 1969-1972

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Literatur
Im Dienste der Partei: Handbuch der bewaffneten Organe der DDR/ Torsten Diedrich...(Hg).
Berlin 1998. Rührt Euch!: Zur Geschichte der NVA; Beiträge über die Nationale Volksarmee der DDR/ Wolfgang Wünsche (Hg.). Berlin 1998

Verfasser/Stand MA 4; 2002
0,4 lfm, 13 AE 1967 - 1972
DVP 2-6  
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Politabteilung Sonderobjekte

Informationen zum Bestand
Die Politabteilung Sonderobjekte bestand von 1956-1965. Sie war der Politischen Hauptverwaltung direkt unterstellt. Als Politorgan und als vorgesetztes Parteiorgan hatte die Poltabteilung Sonderobjekte folgende Dienststellen anzuleiten: Nachrichtenregiment 2, Nachrichten-Ausbildungsbataillon 12, Nachrichtenbetriebsabteilung, Funküberwachungszentrale, Zentrale Nachrichtenwerkstat, Zentrales Nachrichtengerätelager, Erprobungsstelle für Nachrichtengeräte, Wachregiment des MfNV, Wach-Bataillon des MfNV Eisenbahnpionier-Ausbildungsregiment, Objekt 4/62. Auf Befehl Nr. 136/64 des Ministers für Nationale Verteidigung wurde die Politabteilung aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden neu zu bildenden Politabteilungen ( beim Chef des Hauptstabes, beim Chef der Rückwärtigen Dienste bzw. Politorganen (Dienstbereiche der Chefs der Waffengattungen und Dienste, beim Sekretariat des Präsidiums der Armeesportvereinigung „Vorwärts“) übertragen.

Aktenordnung
Die Akten wurden im Verwaltungsarchiv des MfNV aufbewahrt. Von dort gelangten sie über das Militärarchiv Potsdam in das Endarchiv Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Die Unterlagen wurden bereits in Potsdam erschlossen und verfilmt. Sie tragen noch die Potsdam-Signaturen VA-P-01/...

Überlieferung
Der Bestand enthält: Anordnungen 1962-1964; Arbeitspläne 1961-1964; Finanzpläne und Analysen 1962-1964; Delegiertenkonferenzen der SED 1952-1964.

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Literatur
Im Dienste der Partei: Handbuch der bewaffneten Organe der DDR/ Torsten Diedrich...(Hg).
Berlin 1998. Rührt Euch!: Zur Geschichte der NVA; Beiträge über die Nationale Volksarmee der DDR/ Wolfgang Wünsche (Hg.). Berlin 1998

Verfasser/Stand MA 4; 2002
0,5 lfm, 18 AE 1952-1964
DVP 2-7  
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Politabteilung für Truppenteile der Bereiche Ausbildung und Ausrüstung

Informationen zum Bestand
Die Politabteilung der Bereiche Ausbildung und Ausrüstung existierte bis 1972. Mit Befehl Nr.52/72 des Ministers für Nationale Verteidigung wurde sie in Verbindung mit der Neuaufstellung der Politischen Verwaltung im MfNV aufgelöst.

Aktenordnung
Für die Aktenordnung war der Einheitsaktenplan K010/0/001 verbindlich vorgeschrieben; er wurde je nach Kenntnis in den VS-Registraturen besser, in den offenen Registraturen nur zum Teil angewendet.
Vom Verwaltungsarchiv erfolgte die Übergabe nach Bewertung an das Militärarchiv Potsdam. Nach dessen Übernahme in das Bundesarchiv- Militärarchiv wurde die Tektonik völlig neu bearbeitet. Daraus resultiert noch für eine längere Zeit das Nebeneinander von alten und neuen Signaturen: Alte Signatur: VA-P-01/...; neue Signatur: DVP 2-7/...

Überlieferung
Der Bestand enthält: Arbeitspläne und Kontrollen des Politorgans Waffengattungen und Dienste 1965-1970; Analysen über die ideologische Diversion 1970-1972; Parteiarbeit 1967-1972; Delegiertenkonferenz der FDJ 1971;

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Literatur
Im Dienste der Partei: Handbuch der bewaffneten Organe der DDR/ Torsten Diedrich...(Hg).
Berlin 1998. Rührt Euch!: Zur Geschichte der NVA; Beiträge über die Nationale Volksarmee der DDR/ Wolfgang Wünsche (Hg.). Berlin 1998

Verfasser/Stand MA 4; 2002
0.4 lfm, 13 AE 1963-1972
DVP 3-1  
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Militärgeschichtliches Institut der DDR
Online-Findbuch

Informationen zum Bestand
Das Militärgeschichtliche Institut war eine wissenschaftliche Einrichtung der Nationalen Volksarmee. Es unterstand dem Chef der Politischen Hauptverwaltung und hatte in dessen Auftrag militärgeschichtliche Forschungen zu betreiben, einen Beitrag zur „marxistisch-leninistischen Militärgeschichtsschreibung“ zu leisten und für die politische und militärtheoretische Arbeit sowie für die Wehrerziehung der Bevölkerung zu arbeiten.
Das Institut wurde auf Befehl Nr. 29/58 des Ministers für Nationale Verteidigung zum 15. März 1958 als „Institut für Deutsche Militärgeschichte“ im Standort Potsdam aufgestellt. Zwischen 1967 und 1972 führte es die Bezeichnung „Deutsches Institut für Militärgeschichte“. Diese wurde dann in „Militärgeschichtliches Institut der DDR“ verändert. Bis 1964 verfügte das Institut über eine Abteilung Archiv. Unter der Bezeichnung „Deutsches Militärarchiv“ erlangte es 1964 seine Selbständigkeit. Das Institut war Forschungsstelle und Ausbildungseinrichtung. Seit 1970 hatte es das Recht, Promotionen durchzuführen. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 wurde das Institut dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Freiburg unterstellt und nach und nach in das Forschungsamt eingegliedert. Leiter: O Wolf Stern 1958-1961 GM Reinhard Brühl 1961-1989 O Paul Heider 1989-1990

Aktenordnung
Die Akten wurden direkt an das Militärarchiv abgeliefert und dort erschlossen. Auf Grund der gmeinsam genutzten Liegenschaft ist aber ein großer Teil der Unterlagen noch in den Registraturen des Instituts verblieben, so dass erst die Unterlagen zwischen 1958 und 1967 archivisch bearbeitet sind. Entsprechend der Tektonik des Militärarchivs Potsdam tragendie Akten noch die Signaturen VA-P-01/...

Überlieferung
Der Bestand enthält: Militärische Bestimmungen 1958-1967; Leitung/Planung 1958-1967; Personal 1958-1964; Finanzen 1961-1971; Politische Arbeit 1961-9171; Innerer Dienst 1958-1965; Militärwissenschaftliche Arbeit 1958-1970; Ausbildung 1963-1970; Bauwesen 1958-1969

Erschließungszustand (Kommentar)
Online-Findbuch

Literatur
Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte, Berlin (Ost) 1985

Verfasser/Stand MA 4; 2002
1,8 lfm, 57 AE 1958-1971
DVP 3-2  
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Erich-Weinert-Ensemble

Informationen zum Bestand
Offizielle Bezeichnung: Ensemble der NVA „Erich Weinert“ (EWE).
Zentrales Ensemble zur „fortschrittlichen Truppenbetreuung“. Das EWE wurde auch kulturpolitisch in der Öffentlichkeit, so im Fernsehen und durch Schallplattenproduktionen, auch im Ausland wirksam. Es bestand aus: Chor, Ballett, Zentralem Orchester, Kabarett und einer Schlagerband sowie einer Gesangsgruppe und verschiedenen Solisten. Das EWE wurde als „Ensemble der Volkspolizei Erich Weinert“ zum 15. Juli 1950 im Standort Berlin-Biesdorf aufgestellt. 1956 wurde es durch die NVA übernommen und der Politischen Verwaltung ( ab 1961 Politische Hauptverwaltung) unterstellt. Auf Befehl des Bundeswehrkommandos Ost erfolgte im Jahre 1991 die Auflösung des Ensembles.

Aktenordnung
Der Bestand wurde am 23 März 1992 vom Nachkommando des Ensemble der Bundeswehr an das Militärische Zwischenarchiv Potsdam übergeben. Nach dessen Auflösung im Dezember 1995 gelangte er in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg.

Überlieferung
Der Bestand enthält überwiegend das Notenmaterial des Ensembles, dazu Tonbänder und Tonbandkassetten. Außerdem liegen Programme und Unterlagen der Dramaturgie vor

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Literatur
Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte, Berlin (Ost) 1985

Verfasser/Stand MA 4; 2002
240 lfm, 800 AE 1950-1989
DVP 3-3  
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Filmstudio der NVA
Online-Findbuch

Informationen zum Bestand
Einrichtung der Nationalen Volksarmee zur Herstellung von Dokumentar- und Ausbildungsfilmen sowie von Fimmagazinen, die der Ausbildung und der „sozialistischen Wehrerziehung“ in den bewaffneten Kräften dienten. Filme wurden auch zur Beeinflussung im Sinne der Wehrmotivation zur Werbung Jugendlicher für die Armee eingesetzt.
Das Armeefilmstudio wurde am 31. Dez. 1960 mit Sitz in Berlin-Biesdorf gegründet und der Politischen Verwaltung ( ab Okt. 1961 Politische Hauptverwaltung) unterstellt. Die Umbenennung in Filmstudio der Nationalen Volksarmee erfolgte wahrscheinlich 1972 ( ein Befehl konnte noch nicht ermittelt werden). Das Filmstudio stellte neben Instruktionsfilmen und Filmen zur Militärtechnik auch solche her, die die „politisch-ideologische Motivation in der Gefechtsausbildung unterstützen sollten. Es nahm mit Beiträgen an Filmfestspielen der Armeen des Warschauer Paktes, zu den Dokumentar und Kurzfilmfestspielen und in Leipzig und Versailles teil. Durch Verträge und Vereinbarungen war das Filmstudio mit den filmischen Einrichtungen der DDR ( DEFA, Progress-Vertrieb, Fersehfunk) verbunden.

Aktenordnung
Die Geschäftsakten wurden vom Verwaltungsarchiv des MfNV an das Militärarchiv Potsdam übergeben. Von dort gelangten sie 1995/ 96 in das Endarchiv nach Freiburg. Die Akten sind noch nicht endgültig erschlossen. Sie tragen noch die Potsdam-Signaturen VA-P-01/... bezw. Des Verwaltungsarchivs. Sie sind aber dort nicht in den sogenannten Politfonds eingegangen, sondern sie sind unter der allgmeinen Signatur AZN gelagert.

Überlieferung
Der Berstand enthält Produktionspläne, Berichte über Filmfestspiele in der Hauptsache jedoch Drehbücher und und Filmszenarien (Zeitraum 1962-1975).

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Weitere Überlieferung
Armeefilmschau 1961-1989; Unsere Nationale Volksarmee (Monatsschau) 1961-1964 im Bundesarchiv-Filmarchiv; Ausbildungs-und Dokumentationsfilme, Armeefimschau der Nationalen Volksarmee (1955-1991) im Streitkräfteamt der Bundeswehr.

Literatur
Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte, Berlin(Ost) 1985

Verfasser/Stand MA 4; 2002
2,5 lfm, 84 AE 1962-1975
DVP 3-4  
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Armeemuseum der DDR

Informationen zum Bestand
Zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Nationalen Volksarmee zur Sammlung, Erschließung und „propagandistisch-pädagogischen Nutzbarmachung“ von Sachzeugen zur Militärgeschichte Deutschlands bis 1945 sowie zur Militärgeschichte der DDR.
Zunächst als Ständige Ausstellung im Jahre 1958 in Potsdam konzipiert, wurde das Deutsche Armeemuseum mit Befehl Nr. 102/61 des Ministers für Nationale Verteidigung im dortigen Marmorpalais eröffnet. Den Grundsstock der Sammlung bildeten die Reste der Handfeuer- und Blankwaffensammlung des Sächsischen Armeemuseums und des Museums für Meereskunde Berlin. In der weiteren Entwicklung genügte das Potsdamer Gebäude nicht mehr den Anforderungen. Das Museum wurde nach Dresden verlegt und 1972 im neugestalteten früheren Arsenal wiedereröffnet. Daneben blieben Potsdam und die Sammlung auf der Festung Königstein Außenstellen des Museums. Das Armeemuseum war der Politischen Hauptverwaltung unterstellt. Seine Umbenennung in Armeemuseum der DDR erfolgte auf Befehl Nr. 31/72 des MfNV. Direktoren: O Erwin Bartz 1957-1961 O Otto Schwab 1961-1963 O Ernst Haberland 1963-1966 O Hans Bierschenk 1966-1971 KA Johannes Streubel 1972-1981 O Alfred Nikolaus 1981-1989 O Wilfried Zumpe 1989-1990 Die Einrichtung wurde nach der Auflösung der NVA als Militärhistorisches Museum der Bundeswehr Dresden weitergeführt

Aktenordnung
Die Unterlagen wurden direkt an das Militärarchiv Potsdam übergeben. Von dort gelangten sie in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Die Akten tragen noch die Potsdam-Signaturen
VA-P-01/...

Überlieferung
Der Bestand enthält vorwiegend Unterlagen über Vorbereitung und Durchführung von Ausstellungen.

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Literatur
Armeemuseum der Deutschen Demokratischen Republik 1961-1981, Dresden1981

Verfasser/Stand MA 4; 2002
0,6 lfm, 20 AE 1954-1970
DVP 3-5  
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OrgStab der NVA "X. Weltfestspiele"
Online-Findbuch

Informationen zum Bestand
Die Nationale Volksarmee unterstützte die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten im Sommer 1973 (26. Juli-5. August) in Berlin(Ost) auf Beschluss des Zentralkomitees der SED sowohl politisch als auch materiell, technisch und organisatorisch. Dazu wurde mit Befehl Nr. 44/72 des Ministers für Nationale Verteidigung ( AMBL B/7-15/1) ein Organisationsstab gebildet. Als Leiter des Stabes wurde Generalmajor Lohberger eingesetzt. Die Anleitung erfolgte durch die Politische Hauptverwaltung.

Aktenordnung
Nach Abschluss der Weltfestspiele wurden die Unterlagen dem Militärarchiv Potsdam übergeben. Von dort gelangten sie in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg.
Die Akten tragen noch die Potsdam-Signaturen VA-P-01/...

Überlieferung
Es sind neben Aufstellungsbefehlen und Organisationsunterlagen vor allem Akten überliefert, die die materielle Sicherstellung der Weltfestspiele im Verantwortungsbereich der NVA dokumentieren.

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Literatur DDR- Handbuch, Köln 1979

Verfasser/Stand MA 4; 2002
1,1 lfm, 35 AE 1972-1973
DVP 3-6  
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Zentraler Stab der NVA "Signal DDR 25"

Informationen zum Bestand
Die von der Gesellschaft für Sport und Technik und der Freien Deutschen Jugend initiierte wehrsportliche Massenaktion „Signal DDR-25“ sollte der Wehrbereitschaft und Wehrfähigkeit der Jugend neuen Auftrieb geben. Der Minister für Nationale Verteidigung hatte die Schirmherrschaft über diese Aktionen, die in Schulen, Betrieben und Einrichtungen die Jugendlichen ansprachen, übernommen. Mit Befehl Nr. 5/74 des MfNV erfolgte die Bildung eines Zentralen Stabes unter Leitung von Generalmajor Lohberger.

Aktenordnung
Nach Abschluss der Aktion wurden die Unterlagen an das Militärarchiv abgegeben. Von dort gelangten sie in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Die Akten tragen noch die Potsdam-Signaturen VA-P-01/...

Überlieferung
Die Unterlagen spiegeln die Tätigkeit der NVA in der massenpolitischen Aktion wider
Außerdem sind Plakate überliefert.

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Verfasser/Stand MA 4; 2002
0,1 lfm, 5 AE 1974
DVP 3-7  
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Militärpolitische Hochschule

Funktionsvorgänger Politschule Treptow

Informationen zum Bestand
Militärische Hochschuleinrichtung zur Heran- und Weiterbildung von Politoffizieren der NVA, der Grenztruppen und der Zivilverteidigung sowie zur Qualifizierung von Generalen, Admiralen, leitenden Offizieren sowie Reserveoffizieren.
Die Einrichtung wurde als „Sonderschule des Ministeriums für Nationale Verteidigung zur Heran- und Weiterbildung von Polit- und Parteikadern“ mit Befehl Nr. 11/68 des MfNV mit Wirkung vom 19. Febr. 1968 im Standort Berlin-Grünau aufgestellt. Am 3. März 1970 verlieh ihr der Minister den Hochschulstatus. Damit war das gleichfalls das Promotionsrecht verbunden. Im Jahr 1975 verließen die ersten mit einem Diplom versehenen Offiziere die Hochschule. Die hatte im weiteren den Auftrag, Forschungen auf „gesellschaftswissenschaftlichen Gebiet“ durchzuführen. Kommandeure: GM Werner Wunderlich 1976-1983 GM Rolf Dietzsch 1983-1989

Aktenordnung
Die Unterlagen wurden mit Ausnahme von zwei Akten erst nach der Auflösung der Hochschule an das Militärarchiv Potsdam übergeben. Von dort gelangten sie in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Die Akten sind noch nicht endverzeichnet. Sie tragen die Signaturen des Verwaltungsarchivs AZN...

Überlieferung
Der Bestand enthält: Befehle und Anordnungen 1968-1977; Pläne 1968-1978; Übergabe/Übernahme 1968-1978, Zeremoniells 1970-1976; Gefechtsbereitschaft 1971-1977; Lehrerbücher 1972-1976

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Amtliche Druckschriften
Schriften der Militärpolitischen Hochschule “Wilhelm Pieck“

Literatur
Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte, Berlin(Ost) 1985

Verfasser/Stand MA 4; 2002
1,6 lfm, 53 AE 1968-1978
DVP 3-8  
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Politschule Treptow
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Funktionsvorgänger Politschule Treptow

Informationen zum Bestand
Militärische Hochschuleinrichtung zur Heran- und Weiterbildung von Politoffizieren der NVA, der Grenztruppen und der Zivilverteidigung sowie zur Qualifizierung von Generalen, Admiralen, leitenden Offizieren sowie Reserveoffizieren.
Die Einrichtung wurde als „Sonderschule des Ministeriums für Nationale Verteidigung zur Heran- und Weiterbildung von Polit- und Parteikadern“ mit Befehl Nr. 11/68 des MfNV mit Wirkung vom 19. Febr. 1968 im Standort Berlin-Grünau aufgestellt. Am 3. März 1970 verlieh ihr der Minister den Hochschulstatus. Damit war das gleichfalls das Promotionsrecht verbunden. Im Jahr 1975 verließen die ersten mit einem Diplom versehenen Offiziere die Hochschule. Die hatte im weiteren den Auftrag, Forschungen auf „gesellschaftswissenschaftlichen Gebiet“ durchzuführen. Kommandeure: GM Werner Wunderlich 1976-1983 GM Rolf Dietzsch 1983-1989

Aktenordnung
Die Unterlagen wurden mit Ausnahme von zwei Akten erst nach der Auflösung der Hochschule an das Militärarchiv Potsdam übergeben. Von dort gelangten sie in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Die Akten sind noch nicht endverzeichnet. Sie tragen die Signaturen des Verwaltungsarchivs AZN...

Überlieferung
Der Bestand enthält: Befehle und Anordnungen 1968-1977; Pläne 1968-1978; Übergabe/Übernahme 1968-1978, Zeremoniells 1970-1976; Gefechtsbereitschaft 1971-1977; Lehrerbücher 1972-1976

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Amtliche Druckschriften
Schriften der Militärpolitischen Hochschule “Wilhelm Pieck“

Literatur
Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte, Berlin(Ost) 1985

Verfasser/Stand MA 4; 2002
1,4 lfm, 53 AE 1954-1961
DVP 3-9  
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Militärverlag der DDR
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Informationen zum Bestand
Der Verlag wurde 1956 als Verlag des Ministeriums für Nationale Verteidigung mit Sitz in Berlin(Ost) gegründet. Seine Umbenennung in „Deutscher Militärverlag“ geschah im Jahre 1960. Mit der Politik der Abgrenzung zur Bundesrepublik Deutschland wurde er erneut umbenannt in „Militärverlag der DDR“.
Neben militärischer Fachliteratur, Zeitschriften und Zeitungen ( Militärwesen, Militärgeschichte, Militärmedizin, Militärtechnik, Armeerundschau, Volksarmee u.a.) wurden propagandistisch zu verwertende Bücher, Memoirenliteratur sowjetischer Militärs, Belletristik zu militärischen Themen und Literatur zur Stärkung des „sozialistischen Wehrbewusstseins“ herausgebracht. Der Verlag war dem Ministeriumfür Nationale Verteidigung/Politische Hauptverwaltung nachgeordnet.

Aktenordnung
Als volkseigener Betrien war der Verlag nicht zur Abgabe seiner Akten an das Militärarchiv verpflichtet. So sind die wenigen überlieferten Unterlagen mehr zufällig in das Archiv gelangt.

Überlieferung
Der Bestand enthält: Protokolle von Leitungssitzungen der Parteileitung 1968-1971; Umtausch der Parteidokumente (Mitgliedsbücher) 1970-1971; Protokolle der 1.-3. Delegiertenkonferenz der SED 1968-1971

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Literatur
Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte. Berlin(Ost) 1985

Verfasser/Stand MA 4; 2002
0.15 lfm, 5 AE 1968-1971
DVP 3-10  
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Technische Basis 2
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Informationen zum Bestand
Die Technische Basis wurde 1963 mit Befehl Nr. 62/63 des Ministers für Nationale Verteidigung als Zentrale Basis der Politischen Hauptverwaltung aufgestellt.
Standort: Strausberg
Ihr Auftrag war, die NVA mit materiell-technischen Mitteln für die politische Arbeit und den Sport zu versorgen.

Aktenordnung
Die Unterlagen gelangten vom Verwaltungsarchiv des Ministeriums für Nationale Verteidigung in das Militärarchiv Potsdam, von dort in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Die Akten tragen noch die Signaturen des Verwaltungsarchivs AZN... sind aber benutzbar

Überlieferung
Es sind nur wenige Akten überliefert. Hervorzuheben ist die Chronik von 1963-1983.

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Verfasser/Stand MA 4; 2002
0,1 lfm, 7 AE 1966-1989
DVP 3-13  
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Komitee der Armeesportgemeinschaft "Vorwärts" 

Funktionsvorgänger Sportvereinigung "Vorwärts" der KVP

Informationen zum Bestand
Mit Befehl 72/ 1956 vom 25. Aug. 1956 des Ministers für Nationale Verteidigung erfolgte die Aufstellung der Sportvereinigung "Vorwärts“ der Nationalen Volksarmee. Bis zum 1. Okt. 1956 wurden die Zentrale Leitung ( Präsidium der Armeesportvereinigung) die Bezirkskomitees sowie die Armeesportklubs und Armeesportgemeinschaften gegründet.
Bezirkskomitees bestanden bei - den Seestreitkräften Vorsitzender Vizeadmiral Verner - dem Militärbezirk III Vorsitzender Oberst Streletz - dem Militärbezirk V Vorsitzender OTL Bürger - den Luftstreitkräften Vorsitzender Oberst Wilpert Der Vorsitzende der ASV war zunächst Generalmajor Dickel. Er wurde 1958 durch Generalleutnant Heinz Hoffmann abgelöst. Ab 1974 führte der jeweilige Chef der Politischen Hauptverwaltung die Sportorganisation (1974-1978 Admiral Verner, 1978-1985 Generaloberst Keßler, 1985-1990 Generaloberst Brünner). 1965 wurde die Führung der militärischen Körperertüchtigung und des Leistungs- und Massensportes zusammengefasst und das bisherige Präsidium der ASV als selbständige Abteilung mit einer Unterabteilung MKE dem Stellvertreter für Ausbildung, Generalleutnant Wagner, unterstellt. Letztmalig im Jahre 1972 wie ein Ministerbefehl Nr. 147/72 vom 18. Okt. 1972 Veränderungen in der MKE an. Sport als Ausbildungsfach wurde im folgenden dem Hauptinspekteur (Nachfolger des Stellvertreters für Ausbildung) und bei den nachgeordneten der Ausbildung zugeordnet. Die Militärsportorganisation unterstand ab dem 1. Nov. 1972 dem Chef der Politischen Hauptverwaltung. Zur Führung der ASV wurde aus dem Bestand der Verwaltung Körperertüchtigung und Sport die Verwaltung Sport - später das Komitee der ASV Vorwärts - gebildet. Diese Organisationsverhältnisse blieben bis zur Auflösung der NVA bestehen.

Aktenordnung
Die Akten sind vom Verwaltungsarchiv des Ministeriums für Nationale Verteidigung an das Militärarchiv Potsdam übergeben. Von dort gelangten sie in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Die Unterlagen tragen noch die Signaturen des Militärarchivs VA-A-01/... und des Verwaltungsarchivs AZN... Sie sind aber benutzbar.

Überlieferung
Der Bestand enthält: Befehle 1974-1985; Grundsatzdokumente 1957-1985; Sitzungen des Präsidiums 1956-1985; Referate 1974-1980; Kaderarbeit 1964-1984; Politische Arbeit 1968-1972; einzelne Sportorganisationen 1962-1976; Sportveranstaltungen (auch internationale) 1950-1982; Stellenpläne 1976-1985

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Weitere Überlieferung
s. auch DVW 1 MfNV/ Verwaltung Körperertüchtigung und Sport

Literatur
Zwischen Ministerbefehl und Ehrenamt, unveröff. Studie von Brigitte Jammer, Hrg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt. Potsdam 1996 Im Dienst hoher Kampfkraft und sportlicher Erfolge - Zur Geschichte der Armeesportvereinigung Vorwärts, Interne Ausgabe der ASV Vorwärts, Autor: Rolf Leuschner, o.O. 1989
Zwischen Ministerbefehl und Ehrenamt, unveröff. Studie von Brigitte Jammer, Hrg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt. Potsdam 1996 Im Dienst hoher Kampfkraft und sportlicher Erfolge - Zur Geschichte der Armeesportvereinigung Vorwärts, Interne Ausgabe der ASV Vorwärts, Autor: Rolf Leuschner, o.O. 1989

Verfasser/Stand MA 4; 2002
3.5 lfm, 117 AE 1950-1985
DVP 3-14  
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Armeesportklubs Vorwärts

Informationen zum Bestand
Bereits Mitte 1950 wurde in der Hauptverwaltung für Ausbildung die Sportorganisation „Vorwärts“ gegründet. In der Hauptverwaltung Seepolizei existierte die Sportvereinigung „Sturmvogel“.
Beide schlossen sich am 1. Aug. 1953 zur Sportvereinigung „Vorwärts“ der Kasernierten Volkspolizei zusammen. Ab 1954 wurden Zentrale Sportmannschaften in den Standorten Oberhof, Döbeln, Strausberg, Berlin-Grünau, Leipzig und Rostock aufgebaut. Die KVP-Sportler starteten bei Wettkämpfen unter der Bezeichnung „ZSK KVP Vorwärts“. Mit der Bildung der NVA im Jahre 1956 wurde auf Befehl Nr. 72/56 des Ministers für Nationale Verteidigung auch die Sportorganisation übernommen. Für den Leistungssport stellte die NVA hauptamtlich tätige Sportklubs auf: 1956 Zentraler Armeesportklub Vorwärts mit drei Abteilungen - Abteilung I / Strausberg, Leipzig, Stahnsdorf und Rostock - Abteilung II/ Potsdam - Abteilung III/ Erfurt, Oberhof, Brotterode und Crimmitschau 1961 Armeesportklub (ASK) Vorwärts Berlin - ASK I/ Strausberg - ASK II/ Potsdam - ASK Vorwärts Leipzig - ASK Vorwärts Rostock - Wintersportklub Vorwärts Oberhof 1978 ASK Vorwärts Frankfurt/ Oder ASK Vorwärts Potsdam ASK Vorwärts Rostock ASK Vorwärts Oberhof Fußballclub (FC ) Vorwärts Frankfurt/Oder Noch 1990 wurden noch unter Verantwortung des Ministers für Abrüstung und Verteidigung aus den Armeesportklubs Vereine gebildet, die dann zum Teil von der Bundeswehr übernommen und gefördert (Sportfördergruppen) zum Teil im zivilen Bereich weiterarbeiteten-

Aktenordnung
Die Akten sind vom Verwaltungsarchiv des Ministeriums für Nationale Verteidigung an das Militärarchiv Potsdam übergeben. Von dort gelangten sie in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Die Unterlagen tragen noch die Signaturen des Militärarchivs VA-A-01/... und des Verwaltungsarchivs AZN... Sie sind aber benutzbar.
Der Bestand ist ein Sammelbestand. Er beinhaltet die Splitter der Armeesportklubs Berlin Rostock und Frankfurt/Oder.

Überlieferung
Erwähnenswert sind Unterlagen über internationale Wettkämpfe einschließlich der Vorbereitung und Auswertung der Olympischen Spiele 1960 und 1964 (Rom und Tokio) aus den Jahren 1956-1966.

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Weitere Überlieferung
DVP 3-13, auch DVW 1 Ministerium für Nationale Verteidigung/Verwaltung Körperertüchtigung und Sport.

Literatur
Zwischen Ministerbefehl und Ehrenamt, unveröff. Studie von Brigitte Jammer, Hrg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt. Potsdam 1996
Im Dienst hoher Kampfkraft und sportlicher Erfolge – Zur Geschichte der Armeesportvereinigung Vorwärts, Interne Ausgabe der ASV Vorwärts, Autor: Rolf Leuschner, o.O. 1989

Verfasser/Stand MA 4; 2002
1.1 lfm, 36 AE 1956-1979
DVP 3-15  
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Kultur- und Sportzentrum
DVP 3-16  
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Militärbibliothek der DDR
DVP 4-1  
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Stellvertreter für Politische Arbeit der Nachrichtenbrigade-2
DVP 4-2  
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Politabteilung Wachregiment Berlin
DVP 4-3  
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Politabteilung Stadtkommandantur Berlin
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Informationen zum Bestand
Die Politabteilung der Stadtkommandantur Berlin (ab 1971) hatte die Aufgabe, den Personalbestand im Sinne der Partei- und Armeeführung politisch zu erziehen und zu beeinflussen. Sie leitete die Parteiorganisation der SED an und hatte auch die Gewerkschaftsorganisation sowie den Sport und die Jugendorganisation anzuleiten. Der Leiter der Politabteilung war Stellvertreter des Kommandeurs und als Parteifunktionär der SED der Politischen Hauptveraltung rechenschaftspflichtig. Zur Behördengeschichte s. DVW 3-4

Aktenordnung
Die Unterlagen wurden vom Verwaltungsarchiv des Ministeriums für Nationale Verteidigung an das Militärarchiv Potsdam übergeben. Von dort gelangten sie in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Die Akten tragen noch die Potsdam-Signaturen VA-P-01/... bzw. die Signaturen des Verwaltungsarchivs P--

Überlieferung
Der Bestand enthält: Arbeitspläne 1974-1987; Analysen und Statistiken 1971-1988; Delegiertenkonferenzen der SED 1974-1988; Informationsberichte 1971-1988; Finanzen/Kader 1973-1984

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Weitere Überlieferung DVW 3-4

Verfasser/Stand MA 4; 2002
1,3 lfm, 42 AE 1971-1988
DVP 4-4  
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Politabteilung Militärakademie "Friedrich Engels"

Informationen zum Bestand
Im Mai 1958 wurde in der Hochschule für Offiziere ( deren Akten wurden weitergeführt) zur Vorbereitung der Aufstellung einer Militärakademie eine Parteileitung mit Rechten einer Kreisleitung der SED gebildet.
Mit der Eröffnung der Militärakademie im Januar 1959 existierte auch eine Politabteilung. Das Nebeneinanderbestehen von Kreisleitung der SED und Politabteilung wurde 1964 zunächst durch die Auflösung der Poltabteilung beendet. Im Zusammenhang mit dem Erlass einer neuen Parteiinstruktion, erfolgte im Mai 1972 die Auflösung der Kreisleitung und die Bildung einer Politabteilung. Die Politabteilung hatte insbesondere die Parteiorganisationen der SED aber auch die Gewerkschaftsorganisation sowie den Massen- und Freizeitsport und die FDJ „idelogisch “zu betreuen und anzuleiten. Außerdem war die Politabteilung für die politische Beeinflussung des gesamten Personalbestandes zuständig und insofern der Politischen Hauptverwaltung im MfNV rechenschaftspflichtig. Leiter der Politabteilung: O Otto Schwab 1959-1960 GM Paul Blechschmidt 1960-1961 O Joachim Nebrig 1963-1964 GM Rudolf Raubach 1972-1981 GM Heinz Bilan 1981-1990 1. Sekretär der Kreisleitung O Rudolf Raubach 1959-1960 O Siegfried Oehmichen 1960-1964 O Joachim Nebrig 1964-1967 O Heinz Calvelage 1967-1969 O Rudolf Raubach 1969-1972

Aktenordnung
Die Unterlagen gelangten vom Verwaltungsarchiv der Militärakademie in das Militärarchiv Potsdam, von dort in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Die Akten tragen noch die Signaturen des Militärarchivs Potsdam VA-P-08/ und des Verwaltungsarchivs P-08/ . Sie sind benutzbar.

Überlieferung
Der sehr lückenhaft überlieferte Bestand enthält Unterlagen der Hochschule für Offiziere, der Kreisleitung der SED und der Politabteilung der Militärakademie. Hervorgehoben werden: Funktionsverteilungspläne 1971: Sitzungsprotokolle der Kreisleitung 1964-1972; Dienstbesprechungen 1972-1977; Kontrollen 1966-1974; Delegiertenkonferenzen der SED 1958-1974; Parteiaktivberatungen 1956-1974; Parteikontrollkommission 1956-1969; Informationsberichte 1960-1971; Propaganda 1965.1970; Volksentscheid 1968; Studienmaterial und gesellschaftswissenschaftliche Weiterbildung 1963-1969; Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft 1966-1971.

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Weitere Überlieferung DVW 2-2 Militärakademie „Friedrich Engels“

Literatur
Militärakademie „Friedrich Engels“ Berlin(Ost) 1988

Verfasser/Stand MA 4; 2002
3,1 lfm, 105 AE 1956-1977
DVP 4-5  
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Politabteilung Eisenbahnbautruppen
DVP 4-6  
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Politabteilung Straßenbautruppen
DVP 4-7  
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Politabteilung Kultur- und Sportzentrum